Glättechaos in der Nacht: Viele Unfälle in Deutschland, A45 komplett gesperrt

  • Orkantief “Sabine” hat in Deutschland schwere Schäden verursacht.
  • Nun gibt es für viele Menschen andere durch das Wetter verursachte Probleme.
  • In ganz Deutschland ereignen sich in der Nacht Glätteunfälle.
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Siegen/Elmshorn. Nach dem schweren Unwetter zum Wochenbeginn macht den Menschen in Deutschland nun in vielen Teilen Glätte und Eis zu schaffen. In Nordrhein-Westfalen musste in der Nacht zu Mittwoch ein Teil der Autobahn 45 bei Siegen für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Wegen schnell einsetzender Glätte hatten sich Lastwagen an Steigungen festgefahren, auch andere Fahrzeuge kamen nicht mehr weiter, teilte die Polizei mit. Es sei zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen, schwerer verletzt wurde niemand.

In Schleswig-Holstein ereigneten mehrere Unfälle auf der Autobahn 7 und der Autobahn 23 nördlich von Hamburg. Meist blieb es bei Sachschäden, Meldungen über Schwerverletzte gab es zunächst nicht. Es hatte stark geregnet, die Straßen waren matschig, teilte die Polizei mit. Eine Mitarbeiterin vom Lagezentrum des Innenministeriums sprach von Einsätzen im Minutentakt.

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Zahlreiche Unfälle in Bayern

In Baden-Württemberg wurden bei einem Zusammenstoß von zwei Autos drei Menschen schwer verletzt. Vermutlich war einer der Wagen auf der glatten Straße auf die Gegenfahrbahn gekommen, wie es von der Polizei hieß.

Im Nordosten Bayerns gab es ebenfalls wetterbedingte Behinderungen: Bei Schneefällen und Glätte kam es in Oberfranken zu mehreren Verkehrsunfällen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. In der Nacht zum Mittwoch rutschen Autos in Gräben. Auf den Autobahnen 9, 93 und 72 stellen sich Lastwagen quer. Ein Mensch wurde leicht verletzt.

Seit Dienstagabend seien im Fichtelgebirge bis zu zehn Zentimeter Schnee gefallen, sagte ein Polizeisprecher. Auch im Allgäu und in Niederbayern kam es demnach zu leichten Schneefällen. Die Straßen seien dort aber weitgehend frei.

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Gefährlich ist es auch auf den Straßen in Thüringen: Für das gesamte Bundesland gilt eine Glättewarnung, insbesondere für die südlichen Teile von Thüringen. Oberhalb von 400 Metern müssen Autofahrer noch bis in den Abend hinein mit Neuschnee rechnen.

Schwere Sturmflut in Hamburg

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Unterdessen hat am Mittwoch eine schwere Sturmflut Hamburg erreicht. Die Pegelstände in der Hansestadt lagen mehr als zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie am Morgen. Der Fischmarkt und einige Straßen am Hafen wurden laut Polizeiangaben überschwemmt. Verletzt wurde niemand. Einige Autos mussten aus dem Wasser gezogen werden.

Stürmisches Wetter auch am Mittwoch

Die Züge fahren nach Angaben der Bahn fast überall wieder problemlos. In Baden-Württemberg seien noch einzelne Strecken gesperrt, in Bayern stehe die Werdenfelsbahn weiter still.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet auch für Mittwoch windiges bis stürmisches Wetter. Zudem sind weitere Regen-, Schnee- und Graupelschauer bei wechselnd bis starker Bewölkung zu erwarten. Zum Abend hin soll der Wind von Südwesten her abnehmen.

Orkantief "Sabine" hatte in Deutschland und anderen Teilen Europas vor allem am Montag schwere Schäden verursacht. Die versicherten Schäden in Deutschland schätzte der Versicherungsmakler Aon am Dienstag auf 500 bis 700 Millionen Euro. Auch am Dienstag blieb es vielerorts in Deutschland wechselhaft bis stürmisch.

RND/dpa

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