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  • Gil Ofarim: Mitarbeiter des Leipziger Hotels "The Westin" erstattet Anzeigen gegen den Musiker

Nach Vorwürfen von Gil Ofarim: Beurlaubter Hotelmitarbeiter erstattet Anzeigen wegen Verleumdung und Bedrohung

  • Ein von Gil Ofarim wegen Antisemitismus beschuldigter Mitarbeiter eines Leipziger Hotels stellt Anzeige wegen Verleumdung.
  • Der Mann schildere den Vorfall mit Ofarim „deutlich abweichend von den Auslassungen des Musikers“, teilt die Polizei mit.
  • Zudem habe er noch eine zweite Anzeige wegen Bedrohung gestellt.
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Leipzig. Im Zusammenhang mit den Antisemitismus-Vorwürfen in einem Leipziger Hotel hat der beschuldigte Mitarbeiter jetzt Anzeige wegen Verleumdung gestellt. Der Mann schildere den Vorfall mit dem Künstler Gil Ofarim „deutlich abweichend von den Auslassungen des Musikers“, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe am Mittwoch.

Zweite Anzeige wegen Bedrohung in sozialen Netzwerken

Der Hotelangestellte habe zudem noch eine zweite Anzeige wegen Bedrohung gestellt, weil sich Menschen in den sozialen Netzwerken völlig entfesselt gegenüber dem Hotelpersonal geäußert hätten. Außerdem sei bei der Polizei eine Onlineanzeige eines unbeteiligten Dritten wegen Volksverhetzung eingegangen.

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Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die die Kriminalpolizei hätten sämtliche Ermittlungen aufgenommen, sagte Hoppe. „Nun gilt es abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben und was tatsächlich an dem Tag geschehen ist.“ Gil Ofarim habe bislang keine Anzeige erstattet.

Der Musiker hatte am Dienstag ein Video auf Instagram gepostet, in dem er einen antisemitischen Vorfall im Hotel The Westin schilderte.

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Fall Ofarim: Jetzt stellt der Hotelmitarbeiter Anzeige
1:05 min
Im Zusammenhang mit den Antisemitismus-Vorwürfen hat nicht Gil Ofarim, sondern der beschuldigte Mitarbeiter Anzeige wegen Verleumdung gestellt.  © dpa

Demnach hatte ihn ein Mitarbeiter am Montagabend aufgefordert, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, dann dürfe er einchecken. „Es ist nicht der erste Vorfall in meinem Leben, an dem ich konfrontiert worden bin mit Fremdenhass, mit Antisemitismus. Aber ich glaube: Es war einmal zu viel“, sagte der 39-Jährige am Mittwoch in Bild TV.

RND/dpa

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