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A8 bei Pforzheim nach Unwetter gesperrt – Rettungskräfte mit Schlauchboot im Einsatz

  • Nach der Hitzewelle kamen die ersten Gewitter.
  • Vor allem im Südwesten Deutschlands sowie in Ostfriesland hat sich die warme Luft entladen.
  • Überschwemmungen und umgestürzte Bäume sorgten für Straßensperren – unter anderem war die A8 gesperrt.
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In der Nacht zu Samstag haben heftige Gewitter und Unwetter für gesperrte Straßen und Schäden an Häusern gesorgt. Vor allem im Südwesten rund um Pforzheim und Karlsruhe sowie in Ostfriesland hat es gekracht, örtlich fiel dabei auch Hagel.

Die Autobahn 8 bei Pforzheim war in der Nacht aufgrund von Unwettern gesperrt worden. Durch Starkregen sei die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West am Samstagmorgen überschwemmt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Doch auch die Umleitungsstraßen waren teilweise durch die Unwetter beschädigt worden. Richtung Karlsruhe war die A8 nach acht Stunden Sperre wieder freigegeben worden, Richtung Stuttgart dauerten die Reinigungsarbeiten bis etwa 10.20 Uhr am Samstagmorgen.

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Auf der A8 stand das Wasser bisweilen einen Meter hoch, so die Polizei. In Richtung Karlsruhe wurden auf einer Strecke von etwa 200 Metern zehn Autos und zwei Lastwagen von den Wassermassen eingeschlossen. Die 27 betroffenen Menschen konnten sich in der Nacht zum Samstag teilweise selbst in Sicherheit bringen. Feuerwehrleute retteten sie im Anschluss mit Gummistiefeln, Wathosen und einem Schlauchboot. In Richtung Stuttgart waren etwa fünf Autos betroffen.

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Gesperrte Straßen in Karlsruhe, Regenrekord in der Schweiz

In Karlsruhe habe es vor allem im südlichen Landkreis heftigen Starkregen mit Gewitter gegeben, so die Polizei. Gullydeckel seien ausgehoben worden, Keller vollgelaufen, Fahrbahnen in Karlsruher Ortsteilen überschwemmt worden und umgestürzte Bäume hätten mehrere Straßen blockiert. Wie hoch der entstandene Sachschaden sei, könne noch nicht beziffert werden, so die Polizei am Samstagmorgen. 225 Notrufe gingen in der Leitstelle in Karlsruhe in der Nacht zu Samstag ein.

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In der Schweiz gab es bereits am Freitagabend starke Gewitter. Bis 23 Uhr wurden bereits 25.000 Blitze über dem Land gezählt, berichtet „20Min“. Lokal kam es zu Hagelschauern, Sturmböen und Starkregen. Lokal gab es Regenrekorde, so fielen in Wädenswil bei Zürich binnen einer Stunde 40 Prozent der Regenmenge des kompletten Juni. Auf dem Uetliberg, dem Hausberg Zürichs, wurde eine Sturmböe mit 106 Stundenkilometern gemessen, meldet „MeteoNews“ auf Twitter.

Starker Hagel in Ostfriesland

Zweiter Gewitterhotspot in Deutschland war am Freitagabend Ostfriesland, vor allem rund um Emden war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Straßen und Keller seien durch Starkregen vollgelaufen, teilten die Einsatzkräfte mit. In den sozialen Medien sind Videos und Fotos von einer Gewitterfront und Hagelkörnern zu sehen.

Meteorologen rechnen für Sonntag mit Gewittern und Unwettern

Auch am Samstag soll es in Teilen Deutschlands zu Gewittern kommen. Der Hitzeschwerpunkt liege am Samstag auf Brandenburg, in der Folge werden vor allem über den zentralen und östlichen Mittelgebirgen „einzelne heftige Gewitter“ erwartet, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). In der Nacht zu Sonntag sind in der Westhälfte schwere Gewitter mit Sturmböen vorhergesagt.

Gewitterhöhepunkt in Deutschland soll am Sonntag sein, so der DWD. Er spricht von einer „Schwergewitterlage mit schweren Sturmböen, Starkregen und größerem Hagel“. Am Montag soll es merklich kühler werden, nur in Brandenburg werden noch mehr als 30 Grad erwartet. Dennoch kann es landesweit immer wieder zu kräftigen Schauern und Gewittern kommen.

Am Samstagabend soll ein Gewittertief über Frankreich auf Rheinland-Pfalz und das Saarland übergreifen. Der DWD warnt dort vor einer erhöhten Unwettergefahr infolge von Gewittern mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Die Böen können demnach Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde und der Hagel eine Korngröße von etwa drei Zentimetern erreichen.

RND/msk/dpa

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