Seltene Wintergewitter: Wie kommt es zu dem Wetterphänomen?

  • Zum Jahresbeginn ist es kalt geworden in Deutschland und in manchen Regionen auch richtig ungemütlich.
  • Am Mittwoch wurden Teile Deutschlands von heftigen Wintergewittern überrascht, was eher selten passiert.
  • Doch wie entstehen Blitz, Donner und Graupelschauer zu der kalten Jahreszeit überhaupt?
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Im Norden und in Teilen Sachsens, unter anderem in Leipzig, ist es am Mittwoch zu teilweise starken Wintergewittern gekommen. Innerhalb kürzester Zeit prasselte eine große Menge Schnee und Graupel vom Himmel. Der Deutsche Wetterdienst rief in manchen Regionen die Gefahrenstufe vier aus. Doch was sind Wintergewitter eigentlich und wie entstehen sie?

Wintergewitter sind im Grunde ähnlich wie Gewitter im Sommer. Allerdings unterscheiden sich diese ein wenig voneinander. Für die Entstehung eines solchen Unwetters müssen bestimmte Bedingungen herrschen. „Wintergewitter entstehen, wenn der Temperaturunterschied am Boden und in der Höhe sehr groß ist“, erklärt Meteorologin Janina Lersch vom Portal „Wetterkontor“ dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es benötige eine ausreichende Feuchtigkeit und sehr kalte Höhenluft. Denn im Gegensatz zum Sommer fehle im Winter die starke Sonneneinstrahlung, die zu einem großen Temperaturunterschied zwischen Boden- und Höhenluft führen kann.

Gute Bedingungen für Wintergewitter am Mittwoch

Am Mittwoch (13. Januar) zog demnach sehr kalte Höhenluft über den Norden und Teile Sachsens, die mitunter zu den Unwettern führte. Die notwendigen Bedingungen würden sich in Mitteleuropa aber eher selten einstellen, weshalb Gewitter im Winter nicht so häufig wie im Sommer auftreten.

Neben der Entstehung unterscheidet sich auch der Niederschlag bei Gewittern im Winter von denen im Sommer, so Lersch. „Ein Wintergewitter wird meist von teils starken Graupel- oder Schneeschauern begleitet.“ Ein Gewitter, egal ob im Winter oder Sommer, sei eine Entladung von Spannung zwischen Wolken oder zwischen Wolken und Erde. „Blitz und Donner kann es in der gleichen Stärke geben“, erklärt die Wetterexpertin.

RND/nis

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