Gewalt im britischen Straßenverkehr deutlich gestiegen

  • Die Zahl der gewalttätigen Angriffe im britischen Straßenverkehr ist deutlich gestiegen.
  • Die Opfer der Angriffe wurden mitunter geschlagen, getreten, gebissen, angespuckt oder sogar mit Messern verletzt.
  • Bezeichnend sind die Zahlen auch deshalb, weil während der Pandemie viel weniger Menschen unterwegs waren.
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London. Im britischen Straßenverkehr ist die Zahl der gewalttätigen Angriffe einem Bericht zufolge deutlich gestiegen. Polizeibehörden verzeichneten dem Bericht von Sky News zufolge im vergangenen Jahr mehr als 3500 solcher Vorfälle - das sei ein Anstieg von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Der Sender berief sich am Samstag auf offizielle Zahlen der britischen Polizeibehörden, die unter dem Informationsfreiheitsgesetz angefordert worden seien. Die Opfer der Angriffe wurden demnach geschlagen, getreten, gebissen, angespuckt oder sogar mit Messern verletzt.

Vergleicht man die aktuellsten Zahlen der Gewalttaten mit 2017, liegt der Anstieg sogar bei mehr als einem Drittel (39 Prozent), wie es hieß. Es sei von einer recht hohen Dunkelziffer auszugehen, da nicht von allen Polizeibehörden Daten vorlägen.

Weniger Menschen, trotzdem mehr Angriffe

Im Jahr 2020 gab es dem Bericht zufolge zwischen Januar und Oktober bereits 2300 gewalttätige Angriffe im Straßenverkehr in Großbritannien - obwohl pandemiebedingt weniger Menschen auf den Straßen unterwegs waren.

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Der Fahrradverband Cycling UK bezeichnete die Zahlen als „alarmierend“ und forderte die Polizei zu „null Toleranz gegenüber aggressivem Verhalten auf den Straßen“ auf.

RND/dpa

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