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Gericht entscheidet: Hundefriseur darf auch im Corona-Lockdown offen bleiben

  • In einem weiteren Bundesland darf ein Hundesalon trotz Corona-Lockdown offen bleiben.
  • Eine entsprechende Eilentscheidung traf der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof.
  • Zuvor hatten auch Gerichte in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen die Öffnung von Hundesalons erlaubt.
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Mannheim. Auch in Baden-Württemberg darf ein Hundesalon unter Lockdown-Bedingungen weiterarbeiten, wenn er seine Dienstleistung ohne Kontakt zu anderen Menschen erbringt. Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof in Mannheim gab am Freitag einem Eilantrag statt und setzte die Einschränkungen des Landes in diesem Punkt mit sofortiger Wirkung außer Vollzug.

Die Antragstellerin hatte in ihren Hundesalons bereits im März 2020 einen „Schleusenbetrieb“ eingerichtet. Die Vierbeiner werden dabei ohne direkten Kundenkontakt übergeben, bezahlt wird auf Rechnung oder kontaktlos. Das Gericht verwies auf das im Einzelhandel erlaubte „Click & Collect“, bei dem Kunden per Telefon oder Internet Ware bestellen und später selbst abholen. Hundesalons müssten gleichbehandelt werden.

Ähnliche Urteile in Sachsen-Anhalt und NRW

Zudem gingen das Robert Koch-Institut und die Bundesregierung davon aus, dass Haustiere das Coronavirus nicht übertragen können, sondern es von Mensch zu Mensch weitergegeben werde, argumentieren die Richter. Deshalb könnten Hundesalons weiterarbeiten, während Friseurbetriebe ausnahmslos geschlossen bleiben müssten. Der Beschluss des VGH ist unanfechtbar.

Zuvor hatten die Betreiber eines Hundesalons in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen mit ähnlichen Klagen vor Gericht Erfolg: Auch sie dürfen wieder öffnen..

RND/epd/seb

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