LGBTQ-Gegner attackieren Journalisten in Georgien: TV-Kameramann stirbt nach Angriff

  • Dutzende Journalisten waren am vergangenen Montag in Georgien von schwulen- und lesbenfeindlichen Aktivisten angegriffen worden.
  • Jetzt ist ein TV-Kameramann seinen Verletzungen erlegen.
  • Das georgische Innenministerium kündigt eine Untersuchung an.
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Tiflis. Ein bei einer Demonstration für die Rechte von homo-, bi- und transsexuellen Menschen in Georgien verletzter TV-Kameramann ist gestorben. Das georgische Innenministerium kündigte am Sonntag in einer Mitteilung eine Untersuchung des Todes von Lekso Lashkarava an.

Der 37-Jährige war einer von Dutzenden Medienvertretern, die am vergangenen Montag in Tiflis von schwulen- und lesbenfeindlichen Aktivisten angegriffen und verletzt worden waren. Die Gewalttäter stürmten überdies ein Büro der Organisatoren des Protestmarschs. Auf Bildern war zu sehen, wie Menschen an der Fassade eines Hauses mit den Büroräumen hochkletterten.

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Die georgische Präsidentin Salome Surabischwili sowie die Botschafter unter anderem aus Deutschland, der EU und der USA hatten die Gewaltexzesse in einer gemeinsamen Stellungnahme verurteilt.

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Der Sender Pirveli TV, für den Lashkarava arbeitete, berichtet, dass die Leiche des 37-Jährigen am Sonntag von seiner Mutter in seiner Wohnung in Tiflis gefunden wurde.

RND/seb, mit dpa

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