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Gender-Doppelpunkt: Lübecks neue Regeln lösen Debatte aus

Das Lübecker Rathaus: In der Hansestadt gibt es nun einen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache.

Lübeck. Zum Start des neuen Jahres hat die Hansestadt Lübeck einen neuen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache herausgegeben. So soll künftig, wenn es keine geschlechtsumfassende Formulierung wie bei „Studierende“ gibt, ein sogenannter Gender-Doppelpunkt – zum Beispiel bei „Bewohner:innen“ oder „Kolleg:innen“ – genutzt werden, wie die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichten.

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Damit wolle man alle Menschen ansprechen – Frauen und Männer und jene, die sich nicht als Mann oder Frau beschreiben, sagt Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) den „LN“: „Lübeck als tolerante und weltoffene Stadt muss diskriminierungsfrei kommunizieren.“ Der Doppelpunkt störe laut der Gleichstellungsbeauftragten Elke Sasse auch nicht den Lesefluss.

Diskussionen und Spott über den Gender-Doppelpunkt

Kaum ist der neue Leitfaden herausgegeben, gibt es aber auch Diskussionen und Spott darüber. „Kann der berühmteste Sohn der Stadt wenigstens seinen Namen behalten? #ThomasMann“, schreibt etwa ein Nutzer auf Twitter. „In der Stadt Thomas Manns die Menschen verpflichten, ab nun die deutsche Sprache zu verunstalten, auch irgendwie eine Leistung“, meint eine andere.

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Es gibt aber auch positive Resonanz: „Kaum zu glauben, wie viele Menschen so große Probleme damit haben, die Vielfalt der Menschheit anzuerkennen und dieser Rechenschaft zu tragen, dass sie sich über einen Doppelpunkt derart aufregen müssen. Stadt Lübeck – ich finde die Entscheidung gut!“, schreibt ein User. Eine andere meint: „Bitte! Geht doch! Mein Lübeck! Hieß zu Gründungszeiten übrigens Lubeca – DIE Stadt!“

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Lübecks Bürgermeister: „Es besteht Handlungsbedarf“

Bürgermeister Lindenau jedenfalls findet, dass dieser Leitfaden höchste Zeit war – er bezeichnet Lübeck in Sachen gendergerechte Sprache gegenüber den „LN“ als Nachzügler. Andere Städte wie Hannover, Flensburg, Dresden und Berlin haben bereits solche Leitfäden. „Spätestens seit dem Urteil des Bundesgerichtshofes, das das Recht auf Anerkennung eines dritten Geschlechts bestätigt und zu neuen gesetzlichen Änderungen führte, besteht auch für die Verwaltung der Hansestadt Handlungsbedarf“, so der Bürgermeister zu der Zeitung.

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RND/hsc



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