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Gehen der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern die Anwärter aus? Jeder dritte Bewerber scheitert am Diktat

  • Die einen schaffen zu wenige Klimmzüge beim Sporttest, die anderen fallen beim Diktat durch – dass die Polizeiausbildung anspruchsvoll ist, ist hinlänglich bekannt.
  • Das spürt auch die Landespolizei in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Von 1400 Bewerbern sind nach umfangreichen Auswahltests nur so wenige übrig geblieben, dass eine zweite Bewerbungsrunde her musste.
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Sollten die Polizeiprüfungen im Rahmen der Ausbildung einfacher werden? In Mecklenburg-Vorpommern gibt es auf diese Frage ein klares Nein – und zwar von Innenminister Torsten Renz (CDU). Nichtsdestotrotz: Rund 21 Prozent der Bewerber und Bewerberinnen sind in diesem Jahr durch den Sporttest der Polizei gefallen – das ist mehr als in Vorjahren, wie die Ostsee-Zeitung (OZ) am Montag berichtet.

Zweite Bewerbungsrunde brachte benötigte Zahl von Anwärtern

Nur etwa ein Viertel der ursprünglich 1400 Bewerber und Bewerberinnen habe die erforderlichen Tests bestanden. Neben dem Sporttest ist demnach für viele das Diktat ein Problem. Dabei seien rund 250 Worte auf Regionalschulniveau der zehnten Klasse zu schreiben, erklärt Wolf Pansow, Leiter des Zentralen Auswahl- und Einstellungsdienstes an der Verwaltungsfachhochschule, gegenüber der OZ.

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Nach dem Auswahlverfahren blieben von 1400 schließlich nur 338 Polizeibewerber übrig, wovon wiederum einige abgesprungen oder durch das Bewerbungsgespräch gefallen seien. Am Ende fehlten 37 neue Frauen und Männer für die Landespolizei, die eigentlich an den Start gehen sollten. Nur durch eine zweite Bewerbungsrunde konnte die Zahl der Polizeischüler erreicht werden: 237 neue Anwärter und Anwärterinnen kamen auf diesem Wege in das Auswahlverfahren.

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Wie die OZ berichtet, stehe Innenminister Renz unter Druck: Von 2016/17 stammt das Versprechen der Regierungskoalition von SPD und CDU, die Polizei aus Sicherheitsgründen um 400 auf 6200 Stellen aufzustocken. „Dies wird frühestens 2024 erreicht“, erklärt der Minister. Aktuell seien rund 5900 Stellen besetzt.

RND/liz

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