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Gefährlicher Eisregen und Glatteis: Was Autofahrer jetzt beachten sollten

Frost liegt auf einem Brückengeländer über der B10. Schnee und glatte Straßen bergen Gefahren für Autofahrer.

Frost liegt auf einem Brückengeländer über der B10. Schnee und glatte Straßen bergen Gefahren für Autofahrer.

Hannover. Das Hoch, das Deutschland am Wochenende zahlreiche Sonnenstunden beschert hat, kommt nicht mehr gegen ein Tiefdrucksystem über dem Atlantik an: Am Montag ziehen dichte Wolken auf, in der Mitte und im Osten Deutschlands schneit es wieder. Vor allem im Westen und Nordwesten des Landes fällt dagegen Regen oder gefrierender Eisregen. „Es kann zu einer gefährlichen Lage kommen“, warnt Stefan Zender vom Wetterdienst Wetterkontor.

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Regen, der auf eine gefrorene Fahrbahn trifft, birgt Unfallpotenzial, denn das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige Eisschicht. Und die ist nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Mögliche Hinweise auf Glätte sind zum Beispiel Nebel und Raureif. Dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) zufolge ist die Gefahr von Blitzeis an schattigen Orten, beispielsweise in Wäldern, oder auf Straßenabschnitten, die der Witterung besonders stark ausgesetzt sind, am größten.

Ab Montag droht Gefahr für Autofahrer: Tipps fürs die Fahrt bei Eisregen

Sprecher Johannes Boos rät Autofahrern, die auf das Auto angewiesen sind, besonders umsichtig unterwegs zu sein: „Das heißt: besonders bremsbereit sein und größeren Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhalten.“ Das gelte vor allem beim Überholen von Radfahrern. Beim Bremsen und Lenken ist laut dem ADAC-Sprecher Feingefühl gefragt.

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Plötzlicher Eisregen, der in diesen Tagen vor allem im Westen droht, birgt weitere Gefahren. Denn auch die Sicht ist dadurch erschwert. Der Experten rät: „Wenn Sie unterwegs vom Eisregen überrascht werden, sollten Sie lieber eine Pause einlegen und dort im Zweifel auf den Streudienst warten.“

Welche Folgen spiegelglatte Straßen haben können, zeigte sich erst vergangene Woche in Nordrhein-Westfalen: Auf den Autobahnen ging es vielerorts nur im Schneckentempo voran, es kam landesweit zu Hunderten Unfällen.

Für Stau gerüstet sein: ADAC rät zu Wolldecke, Mütze und Handschuhen

Wer trotz gefährlicher Wetterlage ins Auto steigt, sollte vorbereitet sein: „Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Wolldecke, Mütze und Handschuhe im Auto dabei zu haben – damit man für längere Wartezeiten, zum Beispiel aufgrund einer Vollsperrung auf der Autobahn, gerüstet ist“ rät Boos.

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Im Winter sei es außerdem ratsam, Eiskratzer, Handbesen und Abdeckfolie für die Windschutzscheibe griffbereit zu haben. Auch die Scheibenwischanlage müsse mit ausreichend Frostschutzmittel gefüllt sein, rät der ADAC.

Die richtigen Reifen: bei Eisregen und Glätte das A und O

Die Experten machen außerdem darauf aufmerksam, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen keine Sommerreifen erlaubt sind. Nur wintertaugliche Reifen, die gemäß der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) mit einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke, dem sogenannten Alpine-Symbol, gekennzeichnet sind, sind erlaubt. Ein Verstoß wird mit einer Geldbuße in Höhe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Die Winterdienste im Land haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Der Straßendienst der Autobahn West verteilte allein an einem Wochenende rund 2700 Tonnen Streugut auf Autobahnen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Teilen Hessens. 110 Fahrzeuge waren laut dem Unternehmen dafür im Einsatz. In Mecklenburg-Vorpommern setzten die Straßenmeistereien des Landes im bisherigen Winter etwa 23.800 Tonnen Streusalz ein.

Wintereinbruch und glatte Straßen sorgten in Deutschland für Verkehrschaos

Wie sehr sich der Wintereinbruch auf die Straßenverhältnisse auswirkt, zeigen Zahlen des ADAC: Die Zahl der Staus stieg in der vergangenen Woche nach Angaben der Organisation um 144 Prozent. Besonders deutlich sei auch der Anstieg bei den Staulängen: Sie seien am Winterwochenende (6. und 7. Februar) dreimal so hoch und unter der Woche mehr als viermal so hoch wie im Durchschnitt gewesen.

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