Gangster in El Salvador erhalten Haftstrafen von bis zu 109 Jahren

  • Bandenmitglieder in El Salvador sind bis zu 109 Jahre Haftstrafe verurteilt worden.
  • Ihnen werden zehn Morde in der Hauptstadt zur Last gelegt.
  • Die Regierung will die mächtigen Kartelle zerschlagen.
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San Salvador. In El Salvador sind 14 Angehörige einer berüchtigten Bande zu Haftstrafen von bis zu 109 Jahren verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt San Salvador befand sie für schuldig, zwischen den Jahren 2011 und 2017 am Rande der Stadt zehn Morde begangen zu haben. Die geringste Strafe lag bei drei Jahren Haft, wie die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes mitteilte.

Die Verurteilten sind den Angaben zufolge Mitglieder der Mara Salvatrucha - einer von zwei Banden, die für einen Großteil der Gewaltkriminalität in El Salvador verantwortlich gemacht werden. Ihnen gehören nach Schätzungen der Regierung rund 65.000 Menschen an. Die Mara Salvatrucha - kurz MS-13 genannt - ist auch in den USA aktiv, wo sie in den 1980er Jahren von salvadorianischen Migranten gegründet wurde.

Die mächtigsten Gangs wurden zu terroristischen Vereinigungen erklärt

Der Oberste Gerichtshof El Salvadors erklärte die mächtigen Gangs im Jahr 2015 für terroristische Vereinigungen. Staatspräsident Nayib Bukele kündigte vor seinem Amtsantritt im Juni 2019 an, sie zu zerschlagen.

Das Sechs-Millionen-Einwohner-Land hatte vor wenigen Jahren die höchste Mordrate der Welt. Im Jahr 2015 lag diese bei 103 Morden pro 100.000 Einwohner, drei Jahre später waren es noch 51 Morde. Unter Bukele sank die Zahl nach Regierungsangaben vergangenes Jahr auf 20 Morde pro 100.000 Einwohner. Es ist umstritten, worauf das zurückzuführen ist - einen Bericht über eine Vereinbarung zwischen der Regierung und den Banden hat Bukele zurückgewiesen.

dpa/RND

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