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Fusion-Festival: Frauen heimlich unter der Dusche gefilmt, Videos im Netz veröffentlicht

  • Auf einer Pornoseite sind Videos vom Fusion-Festival aufgetaucht, in denen Frauen beim Duschen gefilmt wurden.
  • Die Videos sind mittlerweile gelöscht. Der Veranstalter zeigt sich in einem Statement entsetzt von diesem Verhalten.
  • Für die kommende Auflage des mecklenburgischen Festivals will der Kulturkosmos neue Maßnahmen entwickeln.
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Auf dem beliebten Fusion-Festival in Mecklenburg-Vorpommern, das im Juni 2019 stattgefunden hat, wurden verschiedene Frauen beim Duschen gefilmt. Die daraus resultierenden Videos wurden teils öffentlich ins Internet gestellt. Mittlerweile wurden die Videos wieder von der pornografischen Plattform xhamster gelöscht. Durch anonyme Mails hatte der Veranstalter Ende Januar davon erfahren und sich in einem Statement zu den Vorfällen geäußert.

Der Veranstalter beschreibt, dass die Kamera offenbar so platziert gewesen sei, dass die Körper der gefilmten Menschen vom Schulterbereich abwärts erkennbar gewesen seien. Außerdem habe es mehrere Nahaufnahmen weiblicher Körperteile gegeben. Gesichter oder Köpfe seien dagegen vordergründig nicht zu erkennen gewesen. Vermutlich seien die Aufnahmen aus einer abgestellten Tasche oder Ähnlichem heraus entstanden.

Nicht hinnehmbares oder gar entschuldbares Verhalten

„Wir haben umgehend Strafanzeige erstattet und die Videos wurden innerhalb von 24 Stunden von xHamster aus diesem Profil gelöscht“, beschreibt der Veranstalter Kulturkosmos Müritz e.V. seine Reaktion. Ein solches Verhalten bezeichnet der Veranstalter als „nicht hinnehmbar oder gar entschuldbar“: „Wir sind erschüttert und fassungslos darüber, dass diese Form von sexualisierter Gewalt an Orten stattfindet, in denen wir Antisexismus und Gewaltfreiheit als Grundkonsens verstehen.“

Des Weiteren fordert der Veranstalter alle Betroffenen auf, die sich auf den Videos zu erkennen glauben, ebenfalls eine Strafanzeige zu erstatten. Erst dann würden die Strafverfolgungsbehörden auch aktiv.

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Für das Fusion-Festival 2020 will sich der Kulturkosmos „intensiv mit diesen – für uns neuartigen – sexualisierten Übergriffen auseinandersetzen“ und „mögliche Vorsichts- und Kontrollmaßnahmen diskutieren“.

RND/kast

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