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Fünf Geschwister von Mutter getötet: Spendenkonto für überlebenden Marcel

  • Der elfjährige Marcel hat seine fünf Geschwister verloren, getötet mutmaßlich von seiner eigenen Mutter.
  • Die Stadt Solingen will den Jungen jetzt auch finanziell unterstützen.
  • Es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, das dem Elfjährigen auf seinem weiteren Lebensweg helfen soll, teilt Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit.
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Solingen. Nach dem Tod seiner fünf Geschwister richtet die Stadt Solingen ein Spendenkonto zur Unterstützung des einzig überlebenden Kindes ein. Die eingehenden Beträge sollen dem derzeit Elfjährigen auf seinem weiteren Lebensweg helfen, zum Beispiel bei der Finanzierung einer Ausbildung, teilte Oberbürgermeister TimKurzbach (SPD) am Montag mit. Die Kosten für die Bestattung der verstorbenen Geschwister sichert demnach die Stadt ab.

Das Konto werde als Treuhandkonto bei der Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung geführt. Die IBAN lautet DE 97 3425 0000 0001 6633 84. Bei der Überweisung wird um die Angabe des Stichwortes "Licht" gebeten. Das Stichwort erinnere an die vielen Lichter, "die die Nachbarinnen und Nachbarn der Verstorbenen am vergangenen Samstag in Solingen entzündet haben", hieß es. Mit der Einrichtung des Kontos greife die Stadt sehr gerne eine Anregung auf, die viele Bürger über die sozialen Medien an den Oberbürgermeister gerichtet hätten.

Marcels fünf Geschwister wurden erstickt

Die Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung ist den Angaben zufolge eine rechtlich selbstständige Stiftung, die von der Stadt Solingen gegründetwurde, unter anderem mit Mitteln aus dem Nachlass des Solinger Alt-Oberbürgermeisters Gerd Kaimer. Sie widme sich sozialen und kulturellen Zwecken und der Förderung der Jugend.

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Der Fall Solingen: "Schick die Polizei in die Wohnung, die Kinder sind tot"
2:14 min
Einzig das älteste Kind blieb unversehrt. Die Mutter hatte sich in Düsseldorf vor einen Zug geworfen.  © Reuters

Polizisten hatten am Donnerstag fünf Geschwister tot in ihrer Wohnung gefunden. Sie erstickten. Gegen die tatverdächtige, schwer verletzte Mutter, die sich in Düsseldorf vor eine S-Bahn geworfen hatte, ist Haftbefehl erlassen worden. Nur das älteste Kind der 27-Jährigen, Marcel, überlebte. Er befindet sich bei seiner Großmutter.

RND/dpa

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