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Fünf Tote in Brandenburg: Vater soll Angst vor Verhaftung gehabt haben

  • Im Fall der fünf Toten in Brandenburg werden neue Details bekannt.
  • Demnach soll der unter Verdacht stehende Familienvater Angst vor einer Verhaftung gehabt haben.
  • In einem Abschiedsbrief schrieb der 40-Jährige laut Staatsanwaltschaft, er habe ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen, das sei aufgeflogen.
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Cottbus. Im Fall der fünf Toten in Brandenburg soll der unter Verdacht stehende Familienvater laut seinem Abschiedsbrief Angst vor einer Verhaftung gehabt haben. Hinzu kam nach Justizangaben die Befürchtung, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weitere Details wollte er nicht nennen. Den Brief fanden die Ermittler im Haus der Familie.

Psychologin: Offenbar psychische Erkrankung Grund für übermäßige Angst

Laut der Psychologin Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier von der Berliner Charité müsse zunächst einmal klargestellt werden, dass die Angst des Paares nicht verhältnismäßig war: „Es ist gänzlich unrealistisch, dass eine Gerichtsbarkeit einen bis dahin unbescholtenen Familienvater die Kinder entziehen würde, weil er einen Impfausweis gefälscht hat. Das würde so nicht passieren“, sagt die Expertin am Dienstag im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der überzogenen Angst und dem daraus resultierenden Mitnahme-Suizid müsse der Psychologin zufolge eine psychische Störung zugrunde liegen. „Das sind zum Beispiel eine schwere Angsterkrankung oder eine Depression mit wahnhaften Vorstellungen“, erklärt Heuser-Collier gegenüber dem RND. Spekulieren, was genau den Familienvater zu der Tat bewogen hat, möchte die Psychologin allerdings nicht. Das müsse die psychologische Autopsie ergeben.

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Fünf Tote in Brandenburg: Vater handelte wohl aus Angst vor Verhaftung
0:49 min
Im Fall der fünf Toten in Brandenburg soll der unter Verdacht stehende Familienvater laut seinem Abschiedsbrief Angst vor einer Verhaftung gehabt haben.  © dpa

Alle Opfer wurden erschossen

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Nach der Entdeckung der fünf Toten am Samstag in einem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen gilt der Familienvater laut Ermittlern als verantwortlich. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen, ergaben erste Ermittlungen, über die Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Montag informiert hatten. Ein Abschiedsbrief weise auf den 40-Jährigen.

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben - man fand alle mit Schussverletzungen, wie auch die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet. Zunächst hieß es, sie wiesen Schuss- und Stichverletzungen auf. Das revidierte die Staatsanwaltschaft jetzt. Eine Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Waffe handelt, mit der geschossen wurde, sei derzeit aber noch offen. Die Obduktion der fünf Toten sollte einige Tage dauern.

Haben Sie oder Bekannte Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

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Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über Hilfsdienste:

(0800) 111 0 111 (evangelisch)

(0800) 111 0 222 (römisch-katholisch)

(0800) 111 0 333 (für Kinder/Jugendliche)

Im Internet: www.telefonseelsorge.de

RND/dpa

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