Meteorologe: April könnte der kälteste seit 20 Jahren werden

  • Frühling sieht anders aus: Sonne und Wärme bleiben leider nur kurz.
  • Schon ab Mitte der Woche zieht wieder kälteres Wetter über Deutschland – und wird voraussichtlich bleiben.
  • Ein Meteorologe prophezeit sogar: Der April könnte der kälteste seit 20 Jahren werden.
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Hannover. An diesem Dienstag (20. April) lässt sich die Sonne in vielen Teilen Deutschlands mal wieder etwas länger blicken. Bei Temperaturen bis zu 19 Grad ist sogar eher T-Shirt- als Winterjacken-Wetter angesagt. Doch die frühlingshaften Stunden währen nur kurz – ab Mitte der Woche wird es wieder merklich kühler. Zu kühl für den April, weiß Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom „Wetterkontor“.

Kühle Temperaturen bis Ende des Monats

Bereits am Mittwoch ziehe eine Kaltfront über den Norden nach Deutschland herein, die am Donnerstag auch den Süden erreiche, so Schmidt zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Temperaturen bewegen sich dann nur noch im Bereich zwischen acht und 15 Grad. „Auch die Sonnenstunden sind dann eher ungerecht verteilt. Vor allem im Süden wird es zunächst freundlicher, im Norden und in der Mitte ist mit dichteren Wolken und Regenschauern zu rechnen.“

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Während der April im vergangenen Jahr etwas zu warm war, zeichne sich derzeit ein gegenteiliger Trend ab. „Der Monat war bis jetzt schon zwei bis fünf Grad zu kalt“, erklärt Schmidt. „Im letzten Jahr war es zu dieser Zeit im Westen und Südwesten teilweise bis zu zwei Grad zu warm.“

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April ist ungewöhnlich kalt

Grund sei das Kältegebiet, welches derzeit über Skandinavien liegt und immer wieder Richtung Deutschland ausweicht. Der Meteorologe prophezeit: „Dadurch werden sich die moderaten bis kühlen Temperaturen der nächsten Tage auch bis Ende des Monats nicht ändern.“ Bis Anfang Mai könne es daher voraussichtlich kühl bleiben, so Schmidt. „Der April wird wahrscheinlich der kälteste oder einer der kältesten Aprilmonate, die es seit 2000, also dem neuen Jahrhundert, gab.“ Den bisher kältesten Aprilmonat habe es im Jahr 2001 gegeben. Da habe die Abweichung in Deutschland etwa 1,9 Grad betragen. Aktuell betrage der Temperaturunterschied bereits zwei bis fünf Grad. „Da sind wir also weit drüber.“

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Lichtblick für das kommende Wochenende

Während es im Norden auch zum Wochenende hin relativ kühl bleibt, sind im Süden wieder mildere Temperaturen möglich. „Im Südwesten könnten wir die 20-Grad-Marke knacken,“ so Schmidt. Immerhin: Die Niederschläge nehmen zum Wochenende hin ab und es bleibt weitestgehend trocken.

RND/al

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