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Schon jetzt Ansturm auf Friseurtermine: Zentralverband hofft auf Öffnung ab Mitte Februar

Aktuell sind die Friseure, wie der hier in Frankfurt, geschlossen.

In verschiedenen deutschen Städten ist der Ansturm auf Friseurtermine ab dem 15. Februar schon jetzt groß – in der Hoffnung, dass der harte Lockdown dann endet und die Salons wieder öffnen dürfen. So berichtet unter anderem die „Neue Presse“ (NP) aus Hannover, dass bei vielen Friseuren die Telefone nicht mehr stillstehen – einer sei beispielsweise schon bis Mitte März ausgebucht. Obwohl noch nicht mal klar ist, wann das Handwerk seine Arbeit wieder aufnehmen darf.

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Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung ziehen viele Friseure aus einer Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom vergangenen Donnerstag. Da sagte sie, dass Kitas und Schulen höchste Priorität bei der Wiedereröffnung hätten – aber danach? „Ich würde mal sagen, aus praktischen Gründen müsste man dann bald die Friseure rannehmen“, so die CDU-Politikerin.

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Zentralverband des Friseurhandwerks setzt sich für Wiedereröffnung ein

Auch Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, setzt sich mit Nachdruck für die Wiedereröffnung der Friseure ein, wie er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) betont. Er ist sich sicher, dass Friseure eine „sichere Dienstleistung“ anbieten können. So seien die für Friseursalons geltenden Hygienestandards Ende des vergangenen Jahres auch noch einmal überarbeitet worden.

Außerdem führt er einen anderen Punkt an: „Viele Friseure bekommen unmoralische Angebote“, sagt er. „Schwarzarbeit ist ein Virustreiber.“ Das Frisieren in einer professionellen, offiziellen Umgebung sei wesentlich sicherer. Das dürfe man vor dem Hintergrund, dass die aktuellen Hilfen noch nicht geflossen seien und viele Friseure keine Rücklagen hätten, nicht vergessen. „Die Friseure zahlen jetzt zum zweiten Mal einen hohen Preis“, sagt er. Ähnlich schildert auch der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, die Situation der Friseure: „Es sind alle Rücklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge – es geht um Existenzen“, sagte er am Dienstag in Köln. Es dauere zu lange, bis Corona-Hilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbußen.

80.000 Friseurbetriebe von Schließungen betroffen

In Deutschland gibt es 80.000 Friseurbetriebe mit 240.000 Mitarbeitern, die von der Schließung seit Mitte Dezember wegen der Pandemie betroffen sind. Bereits im ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres mussten Friseure mehrere Wochen lang schließen – auch da kam es bei der Wiedereröffnung zu einem Run auf die Salons.

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Die jetzt schon große Nachfrage nach Terminen zeigt Müllers Meinung zufolge auch „die soziale Relevanz unserer Dienstleistungen“. Ob Friseurläden jetzt bereits Termine vergeben oder erst, wenn ein konkretes Datum für eine Wiedereröffnung feststeht, müsse jeder Salon seiner Meinung nach selbst entscheiden – er spricht von „großen Herausforderungen“.

mit dpa


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