Ansturm auf Friseurtermine: „Der März ist bundesweit ziemlich ausgebucht“

  • Die Friseure öffnen ab dem 1. März ihre Salons.
  • Nachfragen zeigen: Der Ansturm könnte größer werden als nach dem ersten Lockdown.
  • Der März soll bundesweit schon ziemlich ausgebucht sein.
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Hannover. Schnipp, schnapp, Haare ab. Das klingt für viele, die sich lockdownbedingt eine wirre Matte wachsen lassen mussten, wie eine Verheißung. Ab dem 1. März öffnen die Friseursalons wieder – und die müssen sich wohl auf einen ziemlichen Ansturm gefasst machen. „Der März ist bundesweit schon ziemlich ausgebucht“, teilt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) mit. Wobei es regional bei den 80.000 Salons auch Unterschiede geben könne.

Auch die große Friseurkette Klier berichtet auf Nachfrage von vielen Terminbuchungen. „Bei einigen Salons ist die erste Woche bereits ausgebucht“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens mit. Das Unternehmen hatte inmitten der Pandemie Insolvenz angemeldet und hofft nun auf ein erfolgreiches Sanierungsprogramm. In den Salons der Kette würden wie bei vielen anderen Salons die Öffnungszeiten verlängert werden, um der Nachfrage unter Corona-Bedingungen gerecht zu werden.

In Duisburg hat sich eine Friseurin nun etwas Ungewöhnliches einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit zur Wiedereröffnung zu nutzen. „Wir versteigern den ersten Termin am 1. März um 0.01 Uhr“, so Sadiye Kisin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bis zum 28. Februar könne noch Geld geboten werden. Der Erlös soll an die Kindernothilfe gehen.

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Ansturm soll größer sein als nach dem ersten Lockdown

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Schon als die Öffnung der Salons von der Bund-Länder-Konferenz Mitte Februar beschlossen wurde, wurden die Salons mit Anfragen überhäuft. Hauptgeschäftsführer Müller beschrieb dies damals auf Nachfrage: „Der Ansturm war nach dem ersten Lockdown schon sehr beeindruckend. Aber was jetzt passiert ist, hat alles übertroffen.“ Einige Salonbetreiber hätten Telefonhotlines eingerichtet.

Wie lang der Run anhalten wird, muss sich erst noch zeigen. „Sicher flachen die Umsätze nach der ersten Welle an Terminen noch mal ab“, sagte Müller Mitte Februar. „Doch ich glaube, viele Leute sehen die Branche durch die Krise mit anderen Augen. Sie hat an Relevanz gewonnen. Das bleibt hoffentlich erst mal so.“

RND/goe

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