Freundin zu Tode gequält - zehn Jahre Haft für 43-Jährigen

  • Eine Frau kollabiert und stirbt.
  • Die Ärzte stellen massive innere Blutungen fest.
  • Jetzt ist ihr Lebenspartner zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden.
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Essen. Nach dem qualvollen Tod einer Mutter aus Essen ist der Ex-Lebensgefährte der Frau am Donnerstag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter gehen davon aus, dass der Angeklagte seine Partnerin geschlagen und zu Tode gequält hat. Richter Jörg Schmitt bezeichnete den 43-jährigen Deutschen als völlig „empathielos“. Das Urteil lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

Als die 36-Jährige im November 2019 ins Krankenhaus kam, war es bereits zu spät. Sie war auf 35 Kilogramm abgemagert, hatte innere Blutungen, Rippenbrüche und Liegegeschwüre. Außerdem waren die Ohren entstellt, laut Urteil Folge einer Misshandlung. Der Angeklagte habe seit Jahren einen „parasitären Lebensstil“ geführt, so Richter Schmitt. Er habe über das Internet Frauen kennengelernt, sie finanziell ausgenommen, sozial isoliert und misshandelt.

Der Angeklagte selbst hat die Vorwürfe im Prozess bestritten. Verletzungen seien ihm genauso wenig aufgefallen wie die sogenannten Blumenkohlohren. Diese Einlassung bezeichneten die Richter als „dreist“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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