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Fred Perry stoppt Verkauf von Poloshirt, das die Neonazis Proud Boys tragen

  • Die Schlägertruppe Proud Boys ist seit der ersten US-Präsidentschaftsdebatte in aller Munde.
  • Im Gegensatz zu US-Präsident Donald Trump distanziert sich die Modemarke Fred Perry klipp und klar von den Neonazis - und geht einen konsequenten Schritt.
  • Weil die Proud Boys häufig ein bestimmtes Poloshirt des Unternehmens tragen, wird es in den USA nicht mehr verkauft.
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Seit der Präsidentschaftsdebatte sorgt die rechte Schlägertrupp Proud Boys weit über die Grenzen der USA für Schlagzeilen. „Proud Boys - haltet euch zurück und haltet euch bereit“, hatte US-Präsident Donald Trump während des TV-Duells mit seinem Herausforderer Joe Biden gesagt und sich geweigert, diese und andere rechtsradikale Gruppen zu verurteilen. Bei den Anhängern der Proud Boys hatte das für Begeisterung gesorgt - daran konnte auch die spätere Behauptung Trumps, er kenne die rechte Schlägertruppe gar nicht, nichts ändern.

Wie konsequente Distanzierung von den Neonazis aussehen kann, macht dagegen Fred Perry vor: Das Modeunternehmen stoppt in den USA und Kanada den Verkauf eines Poloshirts, das die Mitglieder der Proud Boys regelmäßig tragen und das quasi zum Erkennungsmerkmal der Gruppe geworden ist - sehr zum Missfallen von Fred Perry.

„Fred Perry unterstützt die Proud Boys nicht und ist in keiner Weise mit ihnen verbunden“

„Fred Perry unterstützt die Proud Boys nicht und ist in keiner Weise mit ihnen verbunden“, heißt es in einer Mitteilung der Modemarke. Es sei „frustrierend“, dass die Gruppe sich das schwarze Poloshirt mit gelbem Rand am Ärmel und Lorbeerkranz „angeeignet“ und es so in Nordamerika „eine neue Bedeutung“ bekommen habe. „Diese Assoziation müssen wir nach besten Kräften beenden“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Daher habe Fred Perry die Entscheidung getroffen, das Poloshirt in den USA und Kanada nicht mehr zu verkaufen, bis diese Verbindung zu den Proud Boys verschwunden sei. Mit Hilfe von Anwälten verfolge das Unternehmen auch konsequent jede rechtswidrige Verwendung der Marke Fred Perry.

Die US-Bürgerrechtsorganisation ADL stuft die Proud Boys als unkonventionelle Strömung im rechten amerikanischen Extremismus ein. Die Gruppe könne unter anderem als gewalttätig, nationalistisch und islamophob beschrieben werden, heißt es auf der Seite der ADL.

RND/seb, mit dpa

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