Frau von Drogenbaron „El Chapo“ bekennt sich schuldig

  • Im Februar wurde Emma Coronel Aispuro, die Frau des mexikanischen Drogenbarons Joaquín „El Chapo“ Guzmán, an einem Flughafen festgenommen.
  • Nun hat sie ihre Beteiligung an den Straftaten ihres Ehemanns gestanden.
  • Sie habe ihm geholfen, ein milliardenschweres kriminelles Imperium zu führen, gestand die 31-Jährige.
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Washington. Die Frau des mexikanischen Drogenbarons Joaquín „El Chapo“ Guzmán hat in den USA ihre Beteiligung an den Straftaten ihres Ehemanns gestanden. Sie habe ihm geholfen, ein milliardenschweres kriminelles Imperium zu führen, erklärte Emma Coronel Aispuro am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Washington. Schuldig bekannte sie sich auch, sich über Jahre bewusst und vorsätzlich an einem Komplott zur Verbreitung von Heroin, Kokain, Marihuana und Meth beteiligt zu haben. Ein Geständnis legte sie auch zu Vorwürfen der Geldwäsche und der Beteiligung an Geschäften mit ausländischen Drogenschmugglern ab. Zuvor hatte sich Coronel Aispuro mit der Staatsanwaltschaft verständigt.

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Illegaler Drogenhandel: Ehefrau von "El Chapo" in den USA verhaftet
1:01 min
Emma Coronel Aispuro, der Ehefrau des mexikanischen Kartellführers "El Chapo", wird Drogenhandel vorgeworfen.  © Reuters

Im Februar wurde die 31-Jährige am Flughafen Washington Dulles im Staat Virgina festgenommen. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft. Laut der Staatsanwaltschaft arbeitete Coronel Aispuro „eng mit der Kommando-Struktur“ des von ihrem Mann geführten Sinaloa-Kartells zusammen. Das Kartell war demnach während seiner 25 Jahre langen Herrschaft für den Schmuggel von Kokain und anderen Drogen in die USA verantwortlich. Seine „Armee der Killer“ habe auch Befehl gehabt, jede Person zu entführen, foltern und zu ermorden, die ihm und seiner Bande in die Quere kam.

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Coronel Aispuros Verhaftung kam für viele überraschend, zumal die US-Behörden in den vorangegangenen zwei Jahren keine entsprechenden Absichten gezeigt hatten. Dabei hatten Staatsanwälte im Guzmáns Prozess 2019 erklärt, dass sie in die Planung zweier Gefängnisausbrüche des Drogenbarons eingebunden gewesen sei.

RND/AP

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