Frau täuscht Krebserkrankung vor und sammelt 50.000 Euro Spenden

  • Sie behauptete, an Eierstockkrebs erkrankt zu sein und Geld für eine lebensrettende Operation zu benötigen – sogar ein Foto aus dem Krankenhaus veröffentlichte eine Britin zu ihrem Spendenaufruf.
  • Doch es war alles eine große Lüge, wie sich jetzt vor Gericht herausstellte.
  • Ein Richter sprach die Frau wegen Betrugs schuldig.
Anzeige
Anzeige

Eine Frau (42) aus Großbritannien hat eine Krebserkrankung vorgetäuscht, um für ihre angebliche Behandlung Spenden zu sammeln. Das Geld, insgesamt 45.000 Pfund (rund 50.500 Euro), nutzte sie allerdings nicht für medizinische Zwecke, sondern verprasste es. Ein Gericht sprach die Britin jetzt wegen Betrugs für schuldig, berichtet die BBC.

Im Februar 2017 erstellte die Frau demnach eine Spendensammlung auf der Plattform Gofundme und behauptete, an Eierstockkrebs erkrankt zu sein. Das Geld benötige sie für eine Operation in Spanien, außerdem könne ein neues Medikament ihre Überlebenschancen deutlich steigern, behauptete sie. Dazu stellte die 42-Jährige ein Foto, das sie in einem Krankenhausbett liegend zeigt.

Geld für Reisen, Fußballtickets und Glücksspiel verpulvert

Anzeige

Doch das war alles eine große Lüge, an Krebs war die Frau nie erkrankt, wie sich jetzt vor Gericht herausstellte. Das Foto war zwar tatsächlich in einem Krankenhaus entstanden, allerdings bei einer Routineuntersuchung ihrer Gallenblase. Die Aufnahme sei „gestellt worden, um Menschen davon zu überzeugen, dass sie schwer krank sei“, sagte der Staatsanwaltschaft bei der Verhandlung am Gericht in Canterbury. Das so ergaunerte Geld habe sie für Reisen, Fußballtickets und Onlineglücksspiel verpulvert, so der Staatsanwalt. Aufgeflogen war der Betrug erst nach einem Hinweis eines Arztes.

Anzeige

Der Angeklagten half es auch nichts, dass sie vor Gericht behauptete, tatsächlich geglaubt zu haben, dass sie an Krebs erkrankt sei. Wegen „eindeutiger und überzeugender Beweise“ sprach der Richter die 42-Jährige schuldig. Das Urteil soll am 2. Februar verkündet werden, bis dahin bleibt die Frau gegen Kaution auf freiem Fuß.

RND/seb

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen