• Startseite
  • Panorama
  • Frau starb in Gülle-Loch: Verteidiger fordert Freispruch für Ehemann

Frau starb in Gülle-Loch: Verteidiger fordert Freispruch für Ehemann

  • Ein Landwirt aus Nordschwaben soll seine Frau mit Gülle getötet haben, er bestreitet das.
  • Die Verteidigung plädiert jetzt auf Freispruch - es gebe “nichts als bloße Vermutungen”.
  • Das Urteil soll am Mittwoch verkündet werden.
Anzeige
Anzeige

Augsburg. Im Fall des Gülle-Todes einer Bäuerin aus Nordschwaben hat die Verteidigung einen Freispruch für den Ehemann verlangt. "Es gibt nichts als bloße Vermutungen", sagte Rechtsanwalt Nico Werning am Freitag vor dem Landgericht Augsburg zu den Vorwürfen. Er warne die Strafkammer ausdrücklich vor einem Fehlurteil.

Der 55 Jahre alte Landwirt aus Wallerstein soll im September 2018 seine Frau erstickt haben, indem er seiner Partnerin Gülle ins Gesicht gegossen hat. Zuvor soll der Mann die Frau niedergeschlagen haben. Der Landwirt ist wegen Mordes angeklagt. Im Plädoyer war der Staatsanwalt aber von dem Mordvorwurf abgerückt und hat eine Gefängnisstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten wegen Totschlags für den angeklagten Deutschen verlangt.

Urteil am Mittwoch

Die drei Verteidiger gehen davon aus, dass die 51-jährige Frau bei einem Unfall ums Leben kam, nachdem sie auf dem Hof in die Güllegrube gestiegen ist. “Er ist so offensichtlich unschuldig”, meinte Verteidigerin Martina Sulzberger über ihren Mandanten. Auch der Angeklagte selbst betonte nochmals, dass er seit 20 Monaten unschuldig in Untersuchungshaft sitze.

Anzeige

Ein Urteil in dem seit Oktober 2019 laufenden Prozess soll am kommenden Mittwoch verkündet werden.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen