Französischer Journalist von Dschihadisten in Mali entführt

  • Die Organisation Reporter ohne Grenzen fordert die Freilassung eines in Mali von islamischen Extremisten entführten französischen Journalisten.
  • Er sei am 8. April nach dem Mittagessen nicht in sein Hotel zurückkehrt, heißt es.
  • Im Netz kursiert ein entsprechendes Video.
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Bamako. Islamische Extremisten in Mali haben einen französischen Journalisten entführt. Der Generalsekretär der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen, Christophe Deloire, teilte am Mittwoch mit, Olivier Dubois sei am 8. April in Gao im Nordwesten Malis verschleppt worden.

Ebenfalls am Mittwoch tauchte ein Video auf, in dem Dubois sagt, er sei von der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen Gruppe JNIM entführt worden. Er bat seine Familie, Freunde und Behörden, sich für seine Freilassung einzusetzen. Das Video konnte nicht von unabhängiger Seite verifiziert werden.

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Deloire bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass Deloire entführt worden sei. „Wir bitten die malischen und französischen Behörden, alles für seine Freilassung zu tun“, sagte er auf Twitter. Dubois arbeitet meist für die Zeitschrift „Le Point Afrique“. Das französische Außenministerium bestätigte, dass Dubois verschwunden sei. Es stehe mit seiner Familie und den malischen Behörden in Verbindung.

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Mali ist seit einem Putsch 2012 politisch instabil. Ein islamistischer Aufstand wurde mit Hilfe französischer Truppen zurückgeschlagen, doch sind militante Extremisten weiterhin aktiv.

RND/AP/dpa

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