Französische Justiz sucht Opfer und Zeugen im Fall Epstein

  • Dem US-Unternehmer Jeffrey Epstein wurde vor seinem Tod der Missbrauch minderjähriger Mädchen vorgeworfen.
  • Nun sucht die Pariser Staatsanwaltschaft Zeugen und Opfer, die sich auf Taten im französischen Staatsgebiet beziehen.
  • Drei mutmaßliche Opfer hätten sich zuvor bereits bei den Behörden gemeldet.
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Paris. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat im Fall des amerikanischen Unternehmers Jeffrey Epstein einen Zeugenaufruf gestartet. Opfer und Zeugen könnten sich unter einer Nummer oder per E-Mail melden, teilte die Nationalpolizei am Mittwoch auf Twitter mit. Speziell geschulte Polizisten seien im Einsatz. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte im Fall Epstein Ende August Vorermittlungen eingeleitet. Seitdem hätten sich drei mutmaßliche Opfer bei den Behörden gemeldet, berichtete der Nachrichtensender BFMTV in Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Die französischen Untersuchungen richteten sich auf mögliche Straftaten, die auf französischem Staatsgebiet begangen worden sein könnten, sowie Vergehen, bei denen Opfer oder Täter französische Staatsbürger seien, erklärte der Pariser Chefermittler Rémy Heitz im August. Es gehe unter anderem um Vorwürfe der Vergewaltigung, der Vergewaltigung von Minderjährigen jünger und älter als 15 Jahre und der kriminellen Verschwörung zur Begehung von Straftaten.

Epstein wurde Missbrauch von Mädchen vorgeworfen

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Epstein wurde von der Staatsanwaltschaft in New York vorgeworfen, Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Der 66-jährige Geschäftsmann habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hieß es in der Anklageschrift. Er beging am 10. August in einem New Yorker Gefängnis Suizid. Opfer des Sexhandelsrings stammten Medienberichten zufolge auch aus Frankreich.

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RND/dpa/hsc