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Busfahrer von Maskengegnern hirntot geprügelt: Ehefrau nimmt Abschied

Ein Busfahrer im Südwesten Frankreichs wurde von Fahrgästen so schwer verprügelt, dass er für hirntot erklärt wurde – weil er sich weigerte, Männer ohne Mundschutz in den Bus einsteigen zu lassen. (Symbolbild)

Es ist ein Vorfall, der sprachlos macht: Im Südwesten Frankreichs wurde ein Busfahrer lebensgefährlich verletzt. Zuvor hatte er sich geweigert, einige Männer ohne Schutzmasken und Fahrscheine einsteigen zu lassen. Ein Mann aus der Gruppe schlug den 58-Jährigen Berichten zufolge daraufhin von hinten heftig auf den Kopf. Seine Verletzungen sind so schwer, dass er offiziell für hirntot erklärt wurde.

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Im Gespräch mit der französischen Zeitung “Parisien” berichtet die Ehefrau des Busfahrers von den schwersten Stunden ihres Lebens: “Ich will mich nicht den Fakten stellen. Ich fühle mich wie in einem Albtraum. Er kann nicht einfach so gehen, er war kurz davor, 59 Jahre alt zu werden. Wir werden meinen Mann zum Abschied küssen, wir werden uns verabschieden.”

Busfahrer streiken bis zur Beerdigung ihres Kollegen

Laut Angaben der Ehefrau soll es wenige Stunden vor der brutalen Attacke zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein: Dabei soll ihr Mann ebenfalls Personen ohne Mundschutz und Fahrscheine aus dem Bus gebeten haben. Ob die beiden Vorfälle etwas miteinander zu tun haben, ist nicht bekannt.

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Zahlreiche Busfahrer aus dem französischen Baskenland traten am Montag aus Protest gegen die Gewalt spontan in Streik. Dabei nutzten sie ihr Recht, wegen hoher psychischer Belastung ihre Arbeit temporär niederzulegen. Ihren Streik wollen sie bis zur Beerdigung ihres Kollegen fortführen.

RND/liz

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