Frankfurt will weitere Krawalle verhindern: “Starke Polizeikräfte an zahlreichen Orten”

  • Es soll keine weiteren Ausschreitungen in Frankfurt am Main geben.
  • Eine "Festung" soll die Stadt am Wochenende aber auch nicht werden.
  • Frankfurts Vize-Polizeipräsident Walter Seubert kündigt erhöhte Polizeipräsenz an.
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Frankfurt/Main. Mit mehr Polizeipräsenz und weiteren Maßnahmen will die Stadt Frankfurt am Main verhindern, dass aus nächtlichem Feiern Krawalle werden. Als Reaktion auf die Randale am vergangenen Wochenende auf dem Opernplatz an der Alten Oper sollen nicht nur dort, sondern im gesamten Stadtgebiet mehr Polizisten im Einsatz sein. Der Platz selbst darf in den Nächten zu Samstag und Sonntag ab Mitternacht nicht mehr betreten werden. Zwischen 1.00 und 5.00 Uhr gilt dort zudem ein generelles Aufenthaltsverbot. Absperrgitter, um Feiernde fernzuhalten, werden laut Polizei jedoch nicht aufgestellt.

Frankfurts Vize-Polizeipräsident Walter Seubert hatte am Donnerstag angekündigt, "mit starken Polizeikräften an zahlreichen Orten" im Einsatz zu sein. "Wir wollen Frankfurt aber nicht zu einer Festung machen." Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will sich am Freitagabend (ab 23.30 Uhr) zusammen mit den zuständigen Dezernenten sowie Polizeipräsident Gerhard Bereswill ein Bild von der Lage am Opernplatz machen. Sie wollen sich davon überzeugen, dass die von der Stadt ergriffenen Maßnahmen "wirken und ob das nächtliche Treffen friedlich erfolgt", teilte die Stadt mit.

Randalierer sollen verfolgt werden

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Zu den Maßnahmen gehört auch, den in der Corona-Krise zum Party-Hotspot gewordenen Platz nach Mitternacht hell zu erleuchten. Möglichen Randalieren wollen die Beamten zudem durch die Stadt folgen, um so die Verlagerung von Krawallen auf andere Plätze zu verhindern. Notfalls sollen Platzverweise ausgesprochen werden.

In der Nacht zum vergangenen Sonntag waren rund um den Opernplatz nach Polizeiangaben Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen worden. Mindestens fünf Beamte wurden demnach verletzt und mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Polizisten nahmen 39 Menschen vorübergehend fest. 27 von ihnen haben den Angaben zufolge die deutsche Staatsbürgerschaft, zwölf eine andere.

“Gewaltmonopol liegt richtigerweise beim Staat”

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Oberbürgermeister Feldmann sprach sich in der “Bild” vom Donnerstag für ein entschiedenes Vorgehen aus: “Das Gewaltmonopol liegt richtigerweise beim Staat. Wenn dies von einigen in Frage gestellt wird, muss die Staatsmacht die Grenzen aufzeigen.” Er sei dafür, lieber jetzt mehr Polizeipräsenz zu haben als später über zu wenig zu klagen. Frankfurt dürfe keine Stadt für Krawall-Tourismus werden.

RND/dpa

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