• Startseite
  • Panorama
  • Florida: Mädchen muss in Online-Schulstunde Mord an Mutter miterleben

Mädchen muss in Onlineschulstunde Mord an Mutter miterleben

  • Erstmals nach den Sommerferien wird ein zehnjähriges Mädchen aus Florida am Dienstag wieder unterrichtet, im Rahmen einer Onlineschulstunde.
  • Dabei wird es Augenzeugin eines schrecklichen Verbrechens, das auch Mitschüler und die Lehrerin mit ansehen müssen.
  • Der Ex-Freund ermordet ihre Mutter, wie die ermittelnde Polizei mitteilt.
Anzeige
Anzeige

Indiantown. Eine Zehnjährige aus Florida hat während einer Onlineschulstunde und vor den Augen ihrer Mitschüler und Lehrerin den Mord an der eigenen Mutter miterleben müssen. Auch drei weitere Kinder der 32-Jährigen und zwei Cousins hätten mitangesehen, wie der 27-jährige Ex-Freund sie mutmaßlich im eigenen Haus erschossen habe, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Das Mädchen hatte am Dienstag seinen ersten Schultag im neuen Schuljahr an der Warfield Elementary School und wurde per Video unterrichtet. Die Lehrerin der Zehnjährigen sagte den Ermittlern, sie habe aus dem Hintergrund des Mädchens obszöne Beleidigungen hören können, es habe den Anschein erweckt, dass sich dort eine heftige Auseinandersetzung abspielte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Da die Lehrerin vermeiden wollte, dass die anderen Kinder dies mitbekommen, stellte sie die 10-Jährige auf lautlos. Kurz darauf konnte sie sehen, wie sich das Kind die Ohren zu hielt und geschrien habe. Daraufhin sei die Verbindung abgebrochen. “Wir wissen, dass der Computer von einem Projektil getroffen wurde”, sagte ein Polizist des Stadtteils “NBC News”.

Anzeige

Der Verdächtige hat ein volles Geständnis abgelegt

Der Verdächtige Donald J. Williams konnte zunächst fliehen, wurde aber noch am selben Tag gefasst, weil ein Busfahrer auf ihn aufmerksam wurde und die Polizei rief. Die Waffe wurde in einer Tüte im Bus gefunden, Williams habe zudem alles gestanden.

Anzeige

Ermittlungen wurden eingeleitet, um alle Fragen zur Tat zu klären. Bisher werde davon ausgegangen, dass es zwischen dem Verdächtigen und der getöteten Maribel Rosado-Morales einen Streit gab. Die beiden sollen vor kurzer Zeit miteinander ausgegangen sein. “Er kam rein und konfrontierte sie mit einem Video”, sagte der Polizist. “Später sollen sie über Facebook gesprochen haben. Er hat gesagt, sie hab ihn angelächelt und das habe ihn so aufgebracht, dass er auf sie geschossen hat.”

Keines der Kinder wurde bei dem Vorfall verletzt. Es handelt sich dabei um vier Kinder der Verstorbenen und zwei Cousins im Alter von 10 bis 17 Jahren. Die Polizei geht davon aus, dass fast alle Kinder die Tat mit ansehen mussten.

Die Polizei sei schon im letzten Jahr wegen häuslicher Gewalt bei Rosado-Morales zu Hause gewesen. Es habe sich dabei jedoch nach Einschätzungen der Beamten nicht um ein “anhaltendes Problem” gehandelt.

RND/AP/lvc

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen