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Fleischfressende Bakterien: Junge geht schwimmen – kurz darauf hat er Wunden am ganzen Körper

Ein Junge aus dem US-Staat Maryland kommt nach dem Schwimmen mit Wunden am ganzen Körper nach Hause, die schnell größer werden. Die Mutter vermutet zunächst, ihr Sohn habe die Stellen weiter aufgekratzt – doch die wirkliche Diagnose ist viel erschreckender.

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Ocean City. Es ist eine echte Horrorvorstellung: In den USA ist der Sohn von Brittany Carey in einer Meeresbucht schwimmen gegangen und mit Wunden nach Hause gekommen, die immer größer wurden. Erst Tage später stellte sich heraus: Ursache sind fleischfressende Bakterien. Die Mutter des Jungen will jetzt bei Facebook auf die Gefahr aufmerksam machen.

Laut Brittany Carey hatten seine Großeltern den Jungen am Montag vor einer Woche mit zu einer Bucht in der Nähe von Ocean City zum Schwimmen genommen. Am Abend habe sie bei ihm dann „am ganzen Körper kleine Wunden entdeckt, die immer größer wurden“, schreibt die Mutter bei Facebook. Am nächsten Morgen seien es schon offene Wunden gewesen und sie habe vermutet, dass ihr Sohn sich die Stellen aufgekratzt hatte.

Eine falsche Diagnose machte es noch schlimmer

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Als sie feststellte, dass die Wunden immer weiter wuchsen und es immer mehr wurden, entschloss sich Brittany Carey, mit ihrem Sohn in ein Krankenhaus zu fahren, wie sie bei Facebook schreibt. Dort sagte ihr ein Arzt, die Verletzungen seien nicht weiter besorgniserregend, und verschrieb ein Antibiotikum – doch die Wunden wurden in der Folge immer schlimmer.

Erst ein zweiter Besuch im Krankenhaus am vergangenen Donnerstag, drei Tage nach dem Schwimm-Ausflug, brachte die richtige Diagnose. Der Sohn von Carey litt unter fleischfressenden Bakterien.

Bis zu 100 Tote jährlich

Die meisten Vibrio-Infektionen entstehen laut dem US-Sender CNN zwischen Mai und Oktober – dann wenn die Temperatur in den Künstengewässern über 20 Grad steigt. Denn die fleischfressenden Bakterien können einerseits durch rohe Meeresfrüchte oder aber durch eine offene Wunde im Meerwasser im menschlichen Körper aufgenommen werden. In warmen Gewässer fühlen sich die Bakterien besonders wohl und verbreiten sich schnell.

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In den USA erkranken laut US-Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention jährlich bis zu 80.000 Menschen am Vibrio-Infekt, 100 davon sterben. Bei gesunde Menschen sei das Risiko, an der Infektion zu sterben, aber gering. Die Bakterien können mit den richtigen Antibiotika behandelt werden.

Das gelang letztendlich auch beim Sohn von Brittany Carey. In einem Update ihres Facebook-Posts schrieb sie: „Wir waren heute Morgen bei unserer Kinderärztin und sie ist sehr zufrieden mit der Heilung.“

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Von RND/isa

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