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Fehler in britischer Justizbehörde: Plötzlich sollen Micky Maus und Bugs Bunny vor Gericht

  • Ein Gericht brachte gestern unverdächtige Zeitgenossen online auf die Anklagebank.
  • Micky Maus, Bugs Bunny und Schneewittchen sollten dem Richter vorgeführt werden.
  • Immerhin gab es auf der Website des Gerichts mit Captain Hook und Cruella DeVil in Stoke-on-Trent auch ein paar Gestalten, die Strafe verdienten.
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In England ist es üblich, die Angeklagten der nächsten Gerichtstermine öffentlich zu verkünden. Und so konnte man jetzt in Stoke-on-Trent, by the way der Heimat von Popstar Robbie Williams, online feststellen, dass bislang für absolut untadelig gehaltene Zeitgenossen möglicherweise doch einiges auf dem Kerbholz haben.

Auf die virtuelle Anklagebank wurden, so berichtete RTL.de, für Donnerstag, 12. November, gesetzt: Maus, Micky (seit er 1928 das Steamboat „Willie“ steuerte eigentlich eine kreuzbrave Maus), Bell, Tinker (allenfalls eine ein bisschen eifersüchtige Fee), Beauty, Sleeping (alias Dornröschen, die meiste Zeit viel zu müde, um Böses zu tun), White, Snow (alias Schneewittchen, fürsorglich gegenüber den sieben Zwergen, hat allerdings in ihren Bettchen geschlafen und von ihren Tellerchen gegessen – was aber auch in England nicht justiziabel ist). Und aus der Umgebung des Pixar-Astronauten Lightyear, Buzz ist eigentlich auch nur Gutes überliefert. Ein Pixar-Held ohne Furcht und Tadel.

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Ein paar anerkannte Schufte wollte man dem Richter aber auch vorführen. Die weltbekannte Tierquälerin Cruella DeVil hätte ja zu unser aller Entsetzen aus dem Fell von 101 Dalmatinern gern Garderobe gemacht und Captain Hook, na ja, der alte Pirat hat eine Schurkereienliste, mit der er bis zum St.-Nimmerleins-Tag verknackt worden wäre.

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Erschienen ist freilich gestern niemand von den ganzen mutmaßlich kriminellen Popularitäten. Auch nicht die ebenfalls nicht näher benannter Verbrechen beschuldigten Bugs Bunny und Roadrunner von der Disney-Konkurrenz Warner Brothers, die von einer jungen Frau namens Leisha Bond auf der Website des Gerichts gefunden wurden, blieben der Anklagebank fern.

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Der Fehler lag in einem Systemtest der Justizbehörde. Man hatte die Testnamen nicht gelöscht. „Der Fehler tut uns leid“, twitterte das Gericht. Und aktualisierte die Liste in aller Eile.

RND/big

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