Fast verhungertes Kind: Mutter und Ex-Freund schweigen im Prozess

  • In Köln stehen eine Mutter und ihr Ex-Freund vor Gericht, die eine Fünfjährige fast verhungert haben lassen sollen.
  • Der 24-Jährigen und dem 23-Jährigen wird vorgeworfen, „durch Unterlassen“ versucht zu haben, das Mädchen „grausam zu töten“.
  • Die beiden Angeklagten schweigen zum Prozessauftakt.
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Köln. Im Prozess um den Fall einer fast verhungerten Fünfjährigen in Köln haben die Mutter des Mädchens und der Ex-Freund der Frau zunächst zu den Vorwürfen geschwiegen. Die beiden Angeklagten erklärten am Montag, sich vorerst nicht zu den Beschuldigungen äußern zu wollen. Die 24-Jährige und der 23-Jährige, der nicht Vater des Kindes ist, sind in dem Verfahren wegen versuchten Mordes angeklagt. Nach Verlesung der Anklage wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft warf den beiden vor, sie hätten „durch Unterlassen“ versucht, das Mädchen „grausam zu töten“. In ihrer damaligen Wohnung in Bergheim bei Köln sollen sie dem Kind im Sommer 2020 nicht genug zu essen gegeben haben. Das Mädchen sei verwahrlost. So habe die damals Fünfjährige ihre Tage nur mit einer Windel bekleidet in einem von Erbrochenem und Kot verschmutzten Bett verbracht.

„Zeitnah“ wäre „mit dem Hungertod des Kindes zu rechnen gewesen“, sagte die Staatsanwältin. Die Einlieferung in ein Krankenhaus - ausgelöst durch eine Meldung der Kita, in der das Mädchen nicht erschien - habe das verhindert. In der Klinik wog die Fünfjährige bei ihrer Aufnahme nur noch 8,2 Kilogramm bei einer Körpergröße von 98 Zentimetern.

RND/dpa

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