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Familie lebt sechs Jahre in Deutschland und wird nach Georgien abgeschoben

  • Die Familie Pareulidze wohnt sechs Jahre lang in der sächsischen Stadt Meißen.
  • Dann werden sie nach Georgien abgeschoben.
  • Nun versuchen Nachbarn und Bekannte sie zurückzuholen. Doch es gibt ein Problem.
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Sechs Jahre lang lebte die Familie Pareulidze in der sächsischen Stadt Meißen: Sie hatte sich gut in Deutschland eingelebt. Doch Ende Mai wurde die siebenköpfige Familie nach Georgien abgeschoben. Nun leben sie wieder im Heimatland der Eltern, das die fünf Kinder kaum kennen, berichtet die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ).

Die Familie kam 2015 nach Deutschland und beantragte Asyl. 2019 bekam sie die Duldung – ihr Asylantrag wurde zuvor abgelehnt.

Zwei Geschwister wurden in Deutschland geboren

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Trotzdem hat sich die Familie Pareulidze in Deutschland ein gutes Leben aufbauen können. Die 13-jährige Tochter Aishat war laut „LVZ“ sogar Klassenbeste in ihrer Schule und auch ihre Geschwister – zwei von ihnen wurden in Deutschland geboren – haben schnell die deutsche Sprache gelernt.

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Doch „die Voraussetzungen für einen Aufenthaltstitel“ waren laut Innenministerium nicht gegeben. Nun versuchen die Mutter einer Schulfreundin von Aishat und eine Nachbarin, die Familie zurückzuholen. Doch es gibt ein großes Problem. Laut eines Anwalts könnten nur die schulpflichtigen Kinder, die gut in der Schule waren, mit einem Schülervisum nach Deutschland geholt werden. Der Rest der Familie, darunter auch die Eltern, müssten in Georgien bleiben. Das wollten Aishat und ihre Schwester aber nicht.

Die Familie Pareulidze ist nicht der einzige Abschiebefall nach Georgien. Anfang Juni wurden zwei weitere Familien, die in Sachsen lebten, in das Land abgeschoben.

RND/am

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