Fall Maddie: Verdächtiger wird nach Niedersachsen verlegt

  • Der 43-jährige Mordverdächtige im Fall der vermissten Maddie McCann wird nach Niedersachsen verlegt.
  • Zum Wochenbeginn soll der inhaftierte Tatverdächtige von Kiel nach Wolfenbüttel verlegt werden.
  • Bislang saß er in Schleswig-Holstein eine Haftstrafe wegen Drogenhandels ab.
Anzeige
Anzeige

Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mordverdächtigen im Fall Maddie auch wegen anderer Sexualstraftaten und kann den Inhaftierten demnächst aus der Nähe befragen. „Ob und wann in diesen Fällen Anklage erhoben werden wird, ist derzeit nicht absehbar. Ich bin aber zuversichtlich, dass die entsprechenden Ermittlungen schneller abzuschließen sein werden als im Fall Maddie, möglicherweise in den nächsten Monaten“, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Der 43-Jährige werde von Kiel nach Niedersachsen verlegt, bestätigte er. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass der Inhaftierte zum Wochenanfang von Kiel nach Wolfenbüttel verlegt wird. In Schleswig-Holstein saß er eine alte Haftstrafe wegen Drogenhandels ab.

Maddie ist seit 2007 spurlos verschwunden

Anzeige

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte zuvor die Revision des mehrfach vorbestraften Straftäters gegen ein Vergewaltigungsurteil des Landgerichts Braunschweig mit sieben Jahren Haft verworfen. Er war im Dezember 2019 wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen US-Amerikanerin verurteilt worden. Diese Tat hatte er nach Überzeugung der Richter im Jahr 2005 - rund anderthalb Jahre vor dem Verschwinden der Britin Madeleine McCann - im portugiesischen Praia da Luz begangen.

Im Fokus steht der 43-Jährige, seitdem das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig im Juni in einer Öffentlichkeitsfahndung mitteilten, dass sie im Fall der vermissten Maddie gegen ihn wegen Mordverdachts ermitteln. Die kleine Britin war 2007 spurlos aus einer Ferienanlage an der Algarve verschwunden. Das Schicksal der damals Dreijährigen blieb mehr als ein Jahrzehnt ungeklärt - bis die deutschen Ermittler die neue Spur präsentierten. Sie glauben inzwischen, dass Maddie nicht mehr am Leben ist.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen