Fall der Ku’damm-Raser wird neu aufgerollt

Bei einem illegalen Autorennen vor zwei Jahren starb ein Unbeteiligter. Die Raser wurden wegen Mordes verurteilt, bis der Bundesgerichtshof das Urteil wegen unzureichender Beweislast kippte. Nun wird der Fall neu aufgerollt.

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Berlin. Rund zweieinhalb Jahre nach einem illegalen Autorennen auf dem Berliner Ku'damm mit einem unbeteiligten Todesopfer wird der Prozess nochmal neu aufgerollt. Ab Dienstag stehen die zwei Raser erneut vor dem Berliner Landgericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Mordurteil gegen die inzwischen 29 und 26 Jahre alten Männer gekippt. Nun muss der Fall zum zweiten Mal verhandelt werden, jedoch von einer anderen Strafkammer.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, den 69-jährigen Fremden Anfang Februar 2016 totgefahren zu haben. In einer spektakulären Entscheidung hatte das Landgericht rund ein Jahr später lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. Es war bundesweit das erste Mal, dass in einem Raser-Fall wegen Mordes verurteilt wurde.

Erneute Anklage wegen Mordes

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Der BGH sah jedoch den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Kann in der neuen Verhandlung der Vorsatz nicht nachgewiesen werden, kommt eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung in Betracht - der Strafrahmen reicht von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Die Anklage lautet aber erneut auf Mord. Zunächst wurden 19 Prozesstermine festgelegt.

Von RND/dpa

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