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Fall Breonna Taylor: Anwalt der Familie fordert Geschworenen-Mitschriften

  • Der Fall Breonna Taylor sorgt in den USA weiter für Empörung und Proteste.
  • Der Anwalt der Familie fordert jetzt die Freigabe der Mitschriften der Geschworenen.
  • Keiner der beteiligten Polizisten muss sich wegen der tödlichen Schüsse auf Taylor verantworten.
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Louisville. Ein Anwalt der Familie von Breonna Taylor, Ben Crump, hat die Freigabe der Mitschriften der Geschworenen gefordert, die sich gegen eine Anklage der für den Tod der schwarzen Frau verantwortlichen Polizisten gestellt hatten. Die Generalstaatsanwaltschaft von Kentucky sollte sie freigeben, damit die Leute erfahren könnten, ob sich irgendjemand für Taylor eingesetzt habe, sagte Crump am Freitag in der Innenstadt von Louisville.

Nach der Bekanntgabe, dass wegen der Erschießung von Taylor im März keine Polizisten angeklagt würden, sind Demonstranten auf die Straße gezogen. Eine Grand Jury erhob drei Anklagepunkte gegen einen entlassenen Beamten wegen Schüssen in das Zuhause von Nachbarn von Taylor.

Schüsse auf Polizisten: verdächtiger bestreitet Tat

Ein Mann, dem Schüsse auf zwei Polizisten bei Protesten wegen des Tods von Taylor in Louisville vorgeworfen wurden, erklärte sich am Freitag für nicht schuldig. Die beiden Polizisten waren verletzt worden.

Die Schwarze Breonna Taylor war am 13. März in ihrer eigenen Wohnung in Louisville erschossen worden, als Polizisten diese im Rahmen einer Drogenrazzia stürmten. Ihr Freund Kenneth Walker, der nach eigener Aussage einen Einbrecher vermutete, eröffnete das Feuer und verletzte einen Beamten. Die Polizisten schossen und trafen Taylor mehrfach. Drogen wurden letztlich nicht in Taylors Apartment gefunden. Der Durchsuchungsbefehl zielte auf einen Verdächtigen ab, der dort gar nicht wohnte.

Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre demonstrierten Menschen in Louisville auch am zweiten Abend gegen die Justizentscheidung im Fall Breonna Taylor. Mindestens 24 Menschen wurden am Donnerstagabend in der Stadt im US-Staat Kentucky festgenommen, darunter eine demokratische Abgeordnete. Auch in anderen Städten wurde demonstriert, teils kam es zu Auseinandersetzungen.

RND/AP

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