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Fahrradtour, Zirkuszelt und Kinoleinwand: Wie wird die Festivalsaison 2021?

  • Das zweite Jahr in Folge kann aufgrund der Corona-Pandemie in Deutschland keine unbeschwerte Festivalsaison stattfinden. Viele Betreiber haben schon zu Beginn des Jahres ihre Festivals ganz abgesagt.
  • Einige Veranstalter starten aber dennoch ihr Programm – nur anders.
  • Eine Übersicht darüber, was wie wo stattfindet.
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Wegen der Corona-Pandemie sind auch für diesen Sommer viele Festivals bereits zu Beginn des Jahres abgesagt worden. Vor allem große Events wie das Open-Air-Festival „Hurricane“ oder „Rock am Ring“ sind frühzeitig auf das nächste Jahr verschoben worden. Doch nicht alle Veranstalter wollen komplett auf die diesjährige Saison verzichten und begehen sie mit mehreren Terminen oder reduzierten Besucherzahlen. Eine Übersicht:

Kleineres Metal-Festival

Bis zur letzten Minute hielten die Betreiber des größten Metal-Festivals Deutschlands an ihrem Vorhaben fest, ihr Festival „Wacken“ doch noch Ende Juli stattfinden zu lassen. Anfang Juni verkünden die Schleswig-Holsteiner jedoch: „Wir haben schweren Herzens entschieden, dass Ende Juli dieses Jahres kein Wacken Open Air stattfinden kann. Wir verschieben das Festival daher auf den 04.08. – 06.08.2022.“

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Da die meisten Fans ihr bereits gekauftes Ticket gegen ein Ticket für das nächste Jahr eingetauscht hätten, überstieg die Nachfrage an Tickets das noch vorhandene Kontingent, so die Veranstalter. Der Rest an noch vorhandenen Tickets werde verlost, teilten die Veranstalter mit. Wer nicht solange warten kann, der kann sich zumindest auf die Ersatzveranstaltung „Bullhead City“ im September freuen. Vom 16. bis zum 18. September veranstalten die Betreiber nämlich „ein eigenständiges Metal-Festival in Wacken mit eigenem Charakter“, heißt es auf der Homepage. Knapp 20.000 Besucherinnen und Besucher werden von den Veranstaltern erwartet, allerdings müssen diese getestet, geimpft oder genesen sein.

Feiern und tanzen auf Plan:et C

Auch die Betreiber der „Fusion“ in Mecklenburg-Vorpommern, die während der Pandemie ein Logbuch mit Updates und Statements geführt haben, verkünden mit einem Logbucheintrag am 12. Mai die Absage ihres Festivals: „Wir schreiben diesen heutigen Logbuch-Eintrag mit Zorn auf die Politik, die die auflaufende dritte Welle der Pandemie sehenden Auges ignoriert und der Wirtschaft zuliebe über Monate konsequentes Handeln unterlassen hat.“ Doch auch diese Betreiber wollen den Sommer nicht ganz ohne Veranstaltung vorüberziehen lassen. Mit der Ersatzveranstaltung „Plan:et C“ sollen an drei Wochenenden verteilt im August und September bis zu 15.000 negativ getestete Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der mecklenburgischen Seenplatte zusammen tanzen und feiern können. Neben Techno, Hip-Hop und Bassmusik wird es ein Zirkuszelt mit Theaterprogramm und eine Kinoleinwand geben.

Fahrradtour statt Spiegelzelt

Ebenso kann das „Haldern Pop Festival“ am Niederrhein nicht wie gewohnt stattfinden. Mit einer Größe von 7000 Besucherinnen und Besuchern zählt das Festival zwar eher zu den kleineren seiner Art, doch angesichts der Corona-Lage reduzieren die Betreiber ebenfalls die Besucherzahlen. Vom 12. bis zum 14. August finden an vielen verschiedenen Spielstätten in Haldern Konzerte statt. „Wesentlicher Teil dieser Tage soll wieder die Musik und die von uns allen geschätzte Begegnung, auch in den Gärten von Haldern, sein“, heißt es auf der Homepage des Festivals. Pro Tag werden 300 Besucherinnen und Besucher in mehrere Gruppen eingeteilt, die entweder zu Fuß als „Wandertour“ oder mit dem Fahrrad zu den Spielstätten gelangen. Zusätzlich finden Konzerte in der Dorfkirche statt – ebenfalls unter geltenden Hygiene- und Teststandards.

Komplette Absage

Das „Lollapalooza“ in Berlin hingegen, das 2019 85.000 Besucherinnen und Besucher empfing, ist ebenso wie das niedersächsische „Hurricane“, „Rock am Ring“ am Nürburgring, „Rock im Park“ in Nürnberg und das „Southside“ in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg abgesagt worden. Auch fallen das „Deichbrand“ bei Cuxhaven, das „SonneMondSterne“ in Thüringen bei Saalburg-Ebersdorf und das Schweizer „Greenfield Festival“ aus, wie es auf den Internetseiten der Betreiber heißt.

mhs/RND

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