Weiter extreme Hitze in Nordamerika: Temperaturen steigen bis auf 45 Grad

  • Temperaturen deutlich über 40 Grad, Hunderte hitzebedingte Todesfälle – Hitzewellen in Nordamerika sorgen weiter für Probleme.
  • Nachdem es im Westen Kanadas etwas abkühlt, verschärft sich sich die Situation anderorts.
  • Betroffen sind vor allem Kalifornien, Nevada, Arizona und Oregon.
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Extreme Hitzewellen sorgen in Nordamerika weiter für Probleme: Nachdem in Kanada in der vergangenen Woche Rekordtemperaturen gemessen wurden, die fast die 50-Grad-Marke knackten und zu Hunderten Todesfällen beitrugen, verlagert sich das Hitzezentrum etwas. Nun trifft es den Küstenstaat Kalifornien und umliegende Staaten wie Nevada, Arizona und Oregon. Für weite Teile der Staaten gelten in den kommenden Tagen Warnungen wegen extremer Hitze.

Es werden Temperaturen über 40 Grad erwartet

Mit Temperaturen um und über 40 Grad müsse man im Landesinneren von Kalifornien und den umliegenden Staaten rechnen, sagte der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst „Wetterkontor“ dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In der Wüstenstadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada steigen die Temperaturen sogar auf Werte um die 45 Grad, so Schmidt.

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Allerdings trifft die Hitzewelle nicht alle Teile der westlichen Bundestaaten: Die kalifornische Küste mit Metropolen wie San Francisco oder Los Angeles bleibt vom vollen Ausmaß der Hitzewelle verschont. Grund sei der Seewindeffekt, der kühle Luft ins Landesinnere trage und abkühlend wirke. Schmidt geht davon aus, dass sich die extrem hohen Temperaturen bis Mitte nächster Woche halten.

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Experten: Klimawandel trägt zur Hitzewelle bei

Weil die Bundesstaaten südlicher liegen als etwa Deutschland seien Temperaturen in dieser Größenordnung an sich nicht ungewöhnlich, so Schmidt. Auffällig dagegen sei ein anderer Faktor: „Die Hitze ist ungewöhnlich stark in der Dauer“, sagt der Meteorologe. Denn das Hochdruckgebiet, das aktuell eine Art Wärmeglocke über den westlichen US-Bundesstaaten bildet und so für die hohen Temperaturen sorgt, bewege sich sehr langsam. Das sei eine Auswirkung des Klimawandels, wie der Meteorologe erklärt. Denn durch den Anstieg der Temperaturen in der Arktis sei der Temperaturunterschied vom Nordpol zum Äquator geringer. Die Folge seien Winde mit geringerer Geschwindigkeit. Diese würden Hoch- oder Tiefdruckgebiete wie das in Kalifornien langsamer verlagern, so Schmidt.

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Zu dem Ergebnis, dass die Extremhitze der vergangenen Tage im Westen Nordamerikas ohne den Klimawandel so gut wie unmöglich wäre, kommt auch eine aktuelle Studie. Einer hochrangig besetzten internationalen Gruppe von Klimaforschern zufolge habe die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der Erde die Hitzewelle in Kanada und den USA 150 Mal wahrscheinlicher gemacht.

RND/lka, mit dpa

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