Explosion in Wohnhaus: 64-Jähriger lebensgefährlich verletzt

  • Im Keller eines Mehrfamilienhauses in Emden kam es am Sonntag zu einer Explosion.
  • Ein 64-Jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
  • Die Polizei ermittelt nach der Ursache.
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Emden. Bei einer Explosion im Keller eines Mehrfamilienhauses in Emden hat ein 64 Jahre alter Bewohner am Sonntagmorgen lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte er an einem Tresor gearbeitet. Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, drei weitere Bewohner wurden leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Im Keller gab es seinen Worten zufolge erhebliche Schäden. Einsturzgefährdet sei das Gebäude aber nicht. Zuvor waren die Beamten von zwei Leichtverletzten ausgegangen.

Mehr als 80 Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus und den beiden angrenzenden Häusern mussten ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen vorübergehend verlassen, durften aber am Sonntagnachmittag zurück. Es bestehe keine Gefahr mehr für die Anwohner, sagte der Sprecher.

Gründe für die Explosion noch unklar

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Wie es zu der Explosion kommen konnte, war zunächst unklar. Ebenso unklar war, was in dem Tresor gelagert worden war. Die Räume seien versiegelt worden, nun müsse abgewartet werden, was die weitere Spurensuche am Montag ergeben werde. Experten vom Landeskriminalamt in Hannover hatten den Ort der Explosion überprüft.

In der Wohnung des Mannes fanden die Beamten zwei Langwaffen, allerdings handelte es sich dabei um nicht funktionsfähige Deko-Waffen. Diese wurden sichergestellt. Hinweise darauf, dass die Waffenfunde in Zusammenhang mit der Explosion stehen, gebe es nicht, betonte der Polizeisprecher.

Insgesamt gebe es in den Gebäuden 54 Wohnungen, die Menschen seien zwischenzeitlich per Shuttleservice in einer nahe gelegenen Veranstaltungshalle untergebracht worden, sagte der Sprecher. Das Gebiet um den Explosionsort war weiträumig abgesperrt worden.

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RND/dpa