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  • Explosion in Leverkusen: Entwarnung für Teile der Stadt – Spielplätze geschlossen

Warnungen nach Explosion in Leverkusen teilweise aufgehoben – Spielplätze geschlossen

  • Nach der verheerenden Explosion im Chempark Leverkusen mit zwei Toten und 31 Verletzten besteht noch immer eine Gefährdungslage im Stadtteil Bürrig.
  • Für den Rest Leverkusens wurde die zwischenzeitlich ausgesprochene Warnung aufgehoben.
  • Vier Mitarbeiter werden noch vermisst.
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Leverkusen. Nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark, bei neuesten Angaben zufolge zwei Mitarbeiter getötet wurde, sind noch viele Fragen offen. „Zur Ursache können wir jetzt noch gar nichts sagen“, sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Kräfte seien noch mit der Suche nach vermissten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt.

Für weite Teile des Stadtgebiets wurden am Nachmittag Warnungen wegen der riesigen Rauchwolke aufgehoben. Nur im besonders betroffenen Stadtteil Bürrig sollten Bürgerinnen und Bürger Fenster und Türen geschlossen halten. Spielplätze in den Stadtteilen Bürrig und Opladen waren vorsorglich geschlossen worden.

Die Identität des Todesopfers ist noch nicht abschließend geklärt. Unter den 31 Verletzten sei bei einer Person „Lebensgefahr real vorhanden“, so Friedrich. Der Betroffene sei mit schweren Brandverletzungen in eine Kölner Klinik gebracht worden.

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Leverkusen: Mehrere Verletzte und zwei Tote bei Explosion in Chemiebetrieb
1:12 min
Bei der Explosion im Chempark in Leverkusen sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden. Zwei Personen haben nicht überlebt.  © dpa

Friedrich sprach von einer „schweren Stunde“, viele Anwohnerinnen und Anwohner hätten Angst. Er sei „tief betroffen über diesen tragischen Unfall“ und den Tod des Mitarbeiters. Ähnlich äußerte sich Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath: „Die Gedanken der Stadt Leverkusen sind bei der Familie des Getöteten.“ Es sei „ein tragischer Moment für Leverkusen“, die Detonation sei im gesamten Stadtgebiet zu hören gewesen.

Die Explosion hatte sich im Bereich des Entsorgungszentrums Bürrig ereignet, vier Tanks brannten. Zahlreiche Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr, Polizei und Luftmesswagen waren im Einsatz.

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Ein Rettungshubschrauber startet nahe des Chemparks in Leverkusen. Bei einer Explosion im Chempark Leverkusen sind am Morgen nach Angaben der Kölner Polizei mehrere Menschen verletzt worden, ein Mensch ist gestorben.  @ Quelle: Oliver Berg/dpa
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Stadt geht nicht von „Eskalation der Lage“ aus

Erste Luftmessungen der Umweltschutzeinheiten im Kölner Norden ergaben laut Feuerwehr gegen Mittag, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Friedrich betonte aber, dass eine genaue Analyse der Wolke zurzeit nicht vorliege. Dass Giftstoffe in der Wolke enthalten seien, könne er nicht ausschließen. Deshalb war auch zunächst die Warnlage aufrechterhalten worden.

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Die Luftqualität wird nach Angaben der Stadt durch ein Messfahrzeug des Landesumweltamtes (LANUV) weiter kontinuierlich überwacht. Aktuell seien keine erhöhten Schadstoffbelastungen in der Luft messbar. Der Chempark erklärte auf Twitter, in Leverkusen würden Sirenen mit einem Dauerton auf die Entwarnung aufmerksam machen.

Von einer Eskalation der Lage sei nicht auszugehen, teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit. Gleichwohl seien die Spielplätze in Bürrig und Opladen „temporär als Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres“ geschlossen worden.

Auch die Feuerwehr in Dortmund warnte nach der Explosion im weit entfernten Chempark Leverkusen zwischenzeitlich vor Geruchsbelästigungen in Teilen der Ruhrgebietsstadt. „Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden“, schrieb die Feuerwehr einige Stunden nach der Explosion am Dienstag auf Twitter. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben.

RND/seb/dpa

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