Ex-Frau und Sohn mit Benzin angezündet: Lebenslange Haft

  • Nach dem versuchten Mord an seiner Ex-Frau und den gemeinsamen Kindern ist ein Mann aus Hamburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
  • Der 50-Jährige hatte seine ehemalige Partnerin mit einem Rasiermesser attackiert und sie und den gemeinsamen Sohn mit Benzin übergossen und angezündet.
  • Das Gericht blieb allerdings unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.
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Hamburg. Im Prozess um die versuchte Ermordung einer Frau mit einem Messer und brennendem Benzin hat das Hamburger Landgericht eine lebenslange Haftstrafe verhängt. Die Strafkammer sprach den 50 Jahre alten Angeklagten am Dienstag wegen Mordversuchs in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie schwerer Brandstiftung schuldig. Anders als von der Staatsanwaltschaft gefordert, stellte das Gericht nicht die besondere Schwere der Schuld fest. Der Angeklagte sei selbst von der Tat gezeichnet, entstellt und leide tagtäglich an Schmerzen, erklärte der Vorsitzende Richter.

Nach Überzeugung der Kammer griff der in der Türkei geborenen staatenlosen Mann am 1. Mai vergangenen Jahres seine geschiedene Frau mit einem Rasiermesser an. Zuvor hatte die damals 40-Jährige erklärt, dass die Trennung endgültig sei. Als der zehnjährige Sohn der Mutter zu Hilfe kam, habe der Vater die beiden und die zwölfjährige Tochter mit Benzin übergossen. Dann zündete er die Frau und den Sohn an. Auch sich selbst setzte er mit Benzin in Brand. Die Tochter konnte auf den Balkon der Wohnung im Stadtteil Lurup flüchten und Hilfe rufen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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