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Steinbachtalsperre ist sicher: „Dammbruch nicht mehr zu befürchten“

  • Mit bangen Blicken schauten viele Anwohner in den vergangenen Tagen auf die Steinbachtalsperre.
  • Doch jetzt gibt es Entwarnung.
  • In Erftstadt, wo das Unwetter einen riesigen Schlund in die Erde gefressen hat, droht hingegen noch Gefahr.

Euskirchen. Aufatmen für die Anwohner rund um die seit Tagen vom Hochwasser bedrohte Steinbachtalsperre: „Ein Dammbruch ist jetzt nicht mehr zu befürchten“. Das hat die Bezirksregierung Köln am Montag mitgeteilt. Zuvor hatten Fachleute die Standsicherheit des Damms begutachtet. In den vergangenen beiden Tagen sei so viel Wasser abgelassen und abgepumpt worden, dass die Experten nun von einer stabilisierten Lage ausgingen, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung bei Twitter. „Die Talsperre wird in den nächsten Tagen abgefischt und dann vollständig entleert.“

Abbruchkante bildet weiterhin ein Risiko

Am Vormittag wollten sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein Bild von der Lage an der Steinbachtalsperre machen. Der Rhein-Sieg-Kreis meldete, die Evakuierungsmaßnahmen für Swisttal und Rheinbach könnten nun aufgehoben werden. Dort hatten die Bewohner in einigen Ortsteilen ihre Wohnungen verlassen müssen. Für einige Orte im Kreis Euskirchen galt allerdings noch für einige Stunden ein Betretungsverbot. Um den gefährlichen Druck auf die Staumauer zu verringern, habe der Wasserpegel um sechs bis sieben Meter gesenkt werden müssen, berichtete der Rhein-Sieg-Kreis.

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Hochwassergebiet: Seehofer und Laschet besuchen Steinbachtalsperre
2:18 min
Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet machen sich an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen ein Bild von der Lage.  © Reuters

In dem vom Hochwasser besonders stark geschädigten Erftstadt bildet die Abbruchkante hingegen weiterhin ein Risiko. Zwar sei die Kiesgrube hinter dem Ortsteil Blessem weiträumig abgesperrt, sagte die Bürgermeisterin der nordrhein-westfälischen Gemeinde, Carolin Weitzel, am Montag im „Morgenmagazin“ von WDR 2. „Ein weiteres Nachrutschen von Erdmassen ist jedoch jederzeit möglich.“ Die betroffenen Stadtteile würden permanent mit Drohnen überwacht.

Gleichzeitig liefen geologische Untersuchungen. „Sobald der Ort als begehbar eingestuft wird, beginnen Prüfungen der Statik“, sagte Weitzel. Im Ortsteil Blessem besteht in der Nähe der Abbruchkante akute Lebensgefahr.

Unter Hochdruck und Einsatz sämtlicher verfügbarer Ressourcen laufe auch die Suche nach Vermissten, berichtete die Bürgermeisterin. Im Einsatz mit den Rettungskräften vor Ort seien Roboter, Sonargeräte, Drohnen und Suchhunde. Schwerpunktmäßig würden jetzt Liegenschaften in Blessem und die Bundesstraße 265 untersucht.

RND/dpa

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