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Substanz am Fundort gezündet: Noch mehr Sprengstoff in Räumen von 68-Jährigem entdeckt

  • In einem Dortmunder Wohngebiet findet die Polizei in der vergangenen Woche bei einer Durchsuchung verdächtige Substanzen.
  • Seitdem wurden jeden Tag gefährliche Gegenstände gefunden, die fast täglich kontrolliert zur Explosion gebracht werden mussten.
  • Auch am Montag stießen Spezialisten des LKA in den Räumlichkeiten erneut auf Sprengstoff.
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Dortmund. Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes NRW haben in den Räumen eines 68-Jährigen in Dortmund erneut Sprengstoff gefunden. Die Substanz sollte noch am Montag auf einem Feld in der Nähe kontrolliert gesprengt werden. “Für die Bürgerinnen und Bürger werden Knallgeräusche hörbar sein. Eine Gefahr besteht nicht”, twitterte die Polizei am frühen Abend.

Die Experten der Tatortgruppe Sprengstoff sowie Spezialisten der Analytischen Task Force der Feuerwehr Dortmund untersuchen bereits seit vergangenem Mittwoch Wohnung, Boden- und Kellerräume sowie eine Garage des Mannes. Bislang wurden an jedem Tag gefährliche Gegenstände gefunden, die fast täglich kontrolliert zur Explosion gebracht wurden. So wurde am Mittwochabend etwa eine Mine gesprengt, am Donnerstag mehrere Kilogramm TNT-Sprengstoff. Am Sonntag hatten die Experten sogenannte Eisenbahnknallkapseln entdeckt, die bei Arbeiten an Bahngleisen benutzt werden, um die Arbeiter vor herannahenden Zügen zu warnen. Auch sie wurden gezündet, um sie unschädlich zu machen.

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Durchsuchte Räume seien “sehr, sehr voll”

Der Mann war noch am Mittwoch festgenommen worden, danach aber mangels Haftgründen aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Gegen ihn wird wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Nähere Einzelheiten über die Motive des Mannes teilten die Ermittler bislang nicht mit.

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Polizeisprecher Torsten Sziesze ging am Montag davon aus, dass die Durchsuchungen der Räumlichkeiten noch die ganze Woche andauern werden. Die Räume seien "sehr, sehr voll". Bei den Durchsuchungen gingen die Experten wegen der Gefährlichkeit der gefundenen Gegenstände "sehr kleinteilig und vorsichtig" vor. Das Haus mit insgesamt zwei Wohnungen sei beschlagnahmt worden. Derzeit sei es nicht bewohnt.

RND/dpa

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