Ertrinken vorgetäuscht: Mann aus Kiel nach sieben Monaten gefunden

  • Ein Mann aus Kiel hat vor sieben Monaten sein vermeintliches Ertrinken in der Ostsee vorgetäuscht.
  • Jetzt fiel der Schwindel auf.
  • Offenbar wollte der Mann Versicherungsbetrug begehen.
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Kiel/Schwarmstedt. Rund sieben Monate nach seinem vermeintlichen Ertrinken in der Ostsee haben Ermittler einen 52 Jahre alten Kieler in Niedersachsen ausfindig gemacht. Der Mann hatte sich hinter Kisten auf dem Dachboden im Haus seiner Mutter in Schwarmstedt versteckt, als die Polizei eintraf, wie ein Sprecher am Freitag sagte.

Offenbar wollte er Versicherungsbetrug begehen. 2018 hatte der Norddeutsche mehrere Risiko-Lebens- und Unfallversicherungen abgeschlossen, die im Todesfalle eine siebenstellige Summe an Frau und Mutter auszahlen sollten.

Polizei stößt auf Ungereimtheiten

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Wenige Tage nachdem der Kieler mit seinem Motorboot in Richtung Dänemark aufgebrochen war, wurde er am 10. Oktober 2019 als vermisst gemeldet. Bei Schönberg wurde sein gekentertes Boot in der Ostsee gefunden. Eine groß angelegte Suche blieb ohne Erfolg. Bei ihren Ermittlungen stießen die Beamten in der Folgezeit auf Ungereimtheiten. Das gekenterte Motorboot war laut einem Gutachter manipuliert worden.

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Am Donnerstag nahmen Polizisten Mann schließlich in Niedersachsen fest. Am Freitag wurde gegen ihn wegen Fluchtgefahr Haftbefehl erlassen. Seine Frau befindet sich bereits seit dem 28. April in Untersuchungshaft. Gegen beide ermittelt die Polizei wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs.

RND/dpa

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