Erstes Duschmobil für obdachlose Frauen - Berlin ist Vorreiter

  • Das Leben obdachloser Frauen in Deutschland ist voller Angst und Scham.
  • Das erste Duschmobil Deutschlands soll ihnen jetzt in Berlin einen Ort zum Sich-Fallenlassen bieten.
  • 90 Minuten Entspannung bedeuten allerdings, dass pro Tag nur wenige Frauen in den Genuss der Einrichtung kommen.
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Das erste Duschmobil Deutschlands wurde jetzt in Berlin feierlich übergeben. Es soll obdachlosen Frauen in der Hauptstadt eine Zeit der Ruhe, einen Ort des Rückzugs bieten, das berichtete der "Tagesspiegel". Betreut wird die Einrichtung vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).

90 Minuten Zeit für sich sind eine Insel der Würde in einem nicht ungefährlichen Alltag

Ein Drittel der bis zu 9000 obdachlosen Menschen in der Hauptstadt sind Frauen. Eine genaue Zahl ist indes nicht bekannt. Deren Situation ist besonders prekär, denn ihr Alltag ist von Misstrauen, Unsicherheit und Angst geprägt. Während ihre Duschzeit in Notunterkünften in der Regel auf fünf Minuten begrenzt ist, haben die Frauen im Duschmobil 90 Minuten Zeit für sich. Problem: Damit können täglich nicht allzu viele Frauen das Duschmobil benutzen. Notfalls sollen Wartelisten erstellt werden. Elke Ihrlich vom SkF hofft, so sagt sie dem "Tagesspiegel", auf ein zweites Fahrzeug.

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Ein Unternehmer hat das Gefährt, das am Rand sozialer Brennpunkte in der Hauptstadt postiert wird, gespendet. Der SkF hofft auf Geld von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit. Ansonsten müsse man den Betrieb rein über Spenden finanzieren.

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RND/big