Erster Gefängnis-Drogenspürhund in NRW: Gina geht in Rente

  • Die Zahl der positiv auf Drogen getesteten Urinproben hat sich halbiert, seitdem Gina in Nordrhein-Westfalens Gefängnissen herumschnüffelt.
  • Nun geht der Drogenspürhund in Rente.
  • Doch für Nachfolger ist gesorgt.
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Düsseldorf. Sie ist der erste Drogenspürhund, der vor zehn Jahren den Dienst in Nordrhein-Westfalens Gefängnissen angetreten hat: Gina (11), belgische Schäferhündin, geht in "Hunde-Rente". Im Mai sei Schluss, erklärte das nordrhein-westfälische Justizministerium am Dienstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

2010 hatte Gina nach monatelanger Ausbildung ihren Dienst aufgenommen, gemeinsam mit Maja, Anni und Irma. Seitdem patrouillieren Drogenspürhunde in nordrhein-westfälischen Gefängnissen.

Ein Azubi-Hund

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Derzeit sind es elf und ein Azubi-Hund. In ihrer Dienstzeit hat Gina mit ihrer Spürnase 291 Mal Drogen erschnüffelt. Sie darf nun bei ihrem Hundeführer Darius Szeliga bleiben.

Die Hunde werden eingesetzt, um Drogenhandel und Drogenkonsum hinter Gittern einzudämmen. Der Erfolg sei frappierend, hatten damals Verantwortliche nach einer Pilotphase berichtet: "Das geht schon mit dem Abschreckungseffekt los: Der Hund muss nur einmal bellen, dann rauschen die Toilettenspülungen und der Wasserverbrauch steigt an."

Gina kann große Erfolge aufweisen

Gina kann winzige Mengen der einschlägigen Rauschgifte sogar in einer geschlossenen Tube Zahnpasta erschnüffeln. "Die Zahl der positiv auf Drogen getesteten Urinproben hat sich halbiert, seit Gina da ist", hieß es 2011 im größten Gefängnis des Landes in Köln-Ossendorf.

RND/dpa

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