Erste Frau aus den Emiraten macht Nasa-Ausbildung zur Astronautin

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate lassen die erste Araberin zur Astronautin ausbilden.
  • Nura al-Matruschi sei für ein Programm der US-Raumfahrtbehörde Nasa ausgewählt worden, hieß es seitens der Regierung.
  • Die Emirate treiben ihr Raumfahrtprogramm intensiv voran.
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Abu Dhabi. Die Vereinigten Arabischen Emirate lassen nach eigenen Angaben die erste arabische Frau zur Astronautin ausbilden. Nura al-Matruschi sei gemeinsam mit einem Kollegen aus mehr als 4000 Bewerbern für ein Programm der US-Raumfahrtbehörde Nasa ausgewählt worden, schrieb der emiratische Vizepräsident und Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, am Samstag bei Twitter. „Wir zählen darauf, dass sie den Namen der Emirate in den Himmel heben.“

Jugenddelegation der Vereinten Nationen

Al-Matruschi studierte Maschinenbau und war in der Jugenddelegation der Vereinten Nationen, hieß es in einer Mitteilung auf der Homepage des Scheichs von Dubai. Ihr Alter wurde nicht genannt. Die beiden angehenden Astronauten würden am Johnson Space Center in den USA in der bemannten Raumfahrt sowie der Raumfahrtforschung geschult. Auch ein Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS sei Teil der Ausbildung.

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Nach Angaben des emiratischen Raumfahrtprogramms seien ein Drittel der Bewerber für das Nasa-Ausbildungsprogramm in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Frauen gewesen. Die Bewerber durchliefen demnach ein mehrstufiges Verfahren unter anderem mit Intelligenztests, medizinischen Untersuchungen und Interviews.

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Die Emirate treiben ihr Raumfahrtprogramm intensiv voran. Kürzlich erreichte die erste Raumsonde der VAE - und damit die erste aus einem arabischen Land - den Mars. So sollen Investoren aus dem Ausland angelockt und auch das Image des Landes aufpoliert werden. Kritikern zufolge ist die Lage der Frauen- und Menschenrechte in dem schwerreichen Golfstaat katastrophal.

Dubais Scheich, der wohl größte Förderer der Raumfahrt im Land, ist auch der Vater der verschwundenen Prinzessin Latifa. Sie wird nach eigenen Angaben seit einem Fluchtversuch im Februar 2018 in einer Villa von ihrer Familie festgehalten. UN-Menschenrechtler verlangen ein Treffen mit der Frau.

RND/dpa

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