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Erschreckend ehrliche Traueranzeige nach Alkohol-Unfall: “Er war ein Vollidiot”

  • Mit einer erschreckend ehrlichen Traueranzeige löst die Mutter von Cody Holland aus dem US-Staat New York Diskussionen in sozialen Medien aus.
  • Sie bezeichnet ihren bei einem Promille-Unfall getöteten Sohn darin als "Vollidioten".
  • Colleen Lynch hofft, andere so vor den Fehlern ihres Sohnes zu bewahren.
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New York. Nicht selten werden Verstorbene in Nachrufen zu regelrechten Heiligen erklärt. Nicht so Cody Holland aus dem US-Bundesstaat New York. Dessen Familie nutzte seine Traueranzeigen, um mit ihm hart ins Gericht zu gehen und andere vor den Gefahren von Alkohol am Steuer zu warnen.

Der Justizbeamte war Samstagnacht volltrunken mit seinem Wagen verunglückt. Er war nicht angeschnallt und starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Seine trauernde Mutter Colleen entschied sich, an die wahre Seite ihres Sohnes zu erinnern: „Cody Holland starb an Verletzungen, die er erlitten hat, weil er ein Vollidiot war. Er hat getrunken, ist gefahren und war nicht angeschnallt.“

Die Anzeige beschreibt den 25-Jährigen als jemanden, der „es geliebt hat, der Welt seinen Mittelfinger zu zeigen. Er war ein harter Kerl mit einem großen Herzen, der seine schwarzen Unterhemden, seine Trucks, sein Motorrad, seine Freundin und Liebe seines Lebens, seine Waffen, Jagen und Fischen und seine Familie geliebt hat.“ Die Liste geht weiter: „Er war ein Fan von Gummibärchen, Steak, Kautabak und Bier – wenn auch nicht in der Reihenfolge. Er hat sich als Teenager für einen Gangster gehalten, mit Goldketten, Basecap zur Seite, heruntergezogene Hosen und T-Shirts mit unanständigen Aufschriften. Er hat (manchmal) die Highschool besucht, wo er ein Supersportler und guter Schüler war.“

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„Echt und aufrichtig“ oder „pietätslos und stillos“?

Laut seiner Familie hatte Cody ursprünglich gewitzelt, dass sein großer Berufswunsch „Pornostar“ sei. Stattdessen erwarb er einen Abschluss in Kriminalwissenschaften und wurde Gefängniswärter. „Cody hat sein Leben gelebt, wie er es wollte. Sein Lieblingsspruch war ‚Sagt mir nicht, was ich zu tun habe, ich mache, was ich will'.“

Während die Mehrzahl die Todesanzeige in den Sozialen Medien als „echt und aufrichtig“ lobte, wurde die Familie von anderen als „pietätslos und stillos“ verurteilt. Hollands Mutter Colleen Lynch verteidigte sich auf Facebook: „Mein wunderschöner, schlauer Junge. Ich habe ihn mehr geliebt, als es sich je jemand vorstellen kann. Meine Worte sind hart, aber angemessen und ehrlich. Ich habe ihn einen Vollidioten genannt, weil er sich wie ein Vollidiot benommen hat. Wenn ihr ihn wirklich gekannt hättet, dann wüsstet ihr, dass er über diese Anzeige gelacht hätte. Dann hätte er geweint, wäre wütend geworden und hätte am Ende wieder gelacht.“ Ihr Ziel mit der Anzeige: „Wenn diese Todesanzeige nur eine einzige Person davon abhält, betrunken mit dem Auto zu fahren, dann bereue ich nichts!“

RND/sin

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