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Erschossener JVA-Geiselnehmer offenbar verwirrt: Wollte mit Hammer Corona besiegen

  • Der bei einer Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt Münster von der Polizei erschossene Täter ist offenbar verwirrt gewesen.
  • Demnach habe der 40-Jährige erklärt, dass er mit einem Hammer das Coronavirus besiegen wollte.
  • Bei der Waffe des Häftlings handelte es sich nicht um eine Rasierklinge, sondern um eine angespitzte Zahnbürste.
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Düsseldorf. Der bei einer Geiselnahme in der JVA Münster von der Polizei erschossene Täter ist einem Bericht des NRW-Justizministeriums zufolge offenbar verwirrt gewesen. Nach Angaben der 29 Jahre alten JVA-Bediensteten, die als Geisel genommen worden war, habe der 40-Jährige zu ihr gesagt, „er sei der Sohn der Jungfrau Maria und müsse - wie eine Figur in dem Film „Thor“ - zu einem Feld an einem roten Haus in Spanien, um einen Hammer zu holen und mit diesem Hammer das Coronavirus zu besiegen“.

In dem Bericht von Justizminister Peter Biesenbach (CDU) heißt es weiter, dass es sich bei der Waffe des Häftlings nicht wie zunächst angenommen um eine Rasierklinge gehandelt habe, „sondern um eine angespitzte und in diesem Bereich gehärtete Zahnbürste“.

Der Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, nennt auch Details zu den Schüssen, die Polizisten am vergangenen Freitag abfeuerten. Der Häftling habe die 29-Jährige mit der Waffe am Hals gezwungen, mit ihm auf Kräfte des Spezialeinsatzkommandos zuzugehen. Beamte hätten daraufhin ihre Schusswaffen „gezielt“ eingesetzt. Der Täter erlag noch vor Ort seinen Verletzungen.

RND/dpa

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