Nach Tötung von Daunte Wright: Prozess gegen Ex-Polizistin im Dezember

  • Die ehemalige Polizistin, die im April den Afroamerikaner Daunte Wright erschossen hat, muss sich Ende des Jahres vor Gericht verantworten.
  • Das entschied eine Richterin in Minneapolis am Montag.
  • Der 20-jährige Wright starb bei einer Verkehrskontrolle in Brooklyn Center, das nur wenige Kilometer von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota liegt.
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Nach der Tötung des 20 Jahre alten Schwarzen Daunte Wright muss sich die ehemalige Polizistin Kim Potter vor Gericht verantworten. Wie US-Medien berichten, setzte eine Richterin in einer virtuellen Anhörung einen Gerichtstermin für den 6. Dezember fest.

Black-Lives-Matter-Bewegung gegen Polizeigewalt gegen Schwarze nach der Tat

Die weiße Ex-Polizistin Kim Potter war seit dem 15. April nicht mehr vor Gericht erschienen. An diesem Tag wurde sie wegen Totschlags zweiten Grades angeklagt, nachdem sie während einer Verkehrskontrolle in Brooklyn Center, das nur wenige Kilometer von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota liegt, den 20 Jahre alten Schwarzen Wright erschossen hatte. Potter war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre lang als Polizistin tätig. Sie wurde auf Kaution in Höhe von 100.000 US-Dollar wieder aus der Haft entlassen. Eigenen Angaben zufolge habe sie im Rahmen des Einsatzes eigentlich ihren Taser ziehen wollen, diesen aber mit der Dienstwaffe verwechselt und Wright daraufhin tödlich verwundet.

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Tötung von Afroamerikaner in Minnesota: Mutter telefonierte zuvor mit ihrem Sohn
1:27 min
Die Mutter des von der Polizei in Brooklyn Center im US-Bundesstaat Minnesota getöteten Daunte Wright hatte ihren Sohn kurz vor dem tödlichen Schuss am Telefon.  © Reuters

Nach der Tat kam es zu Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und zu Ausschreitungen. Potter sowie der örtliche Polizeichef kündigten.

Die 48-Jährige wird wegen Totschlag zweiten Grades angeklagt. Dies setzt „schuldhafte Fahrlässigkeit“ voraus. Im deutschen Rechtsgebrauch entspräche der Tatbestand der fahrlässigen Tötung. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von 20.000 US-Dollar.

RND/liz

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