Erschossene Breonna Taylor: Zwei Polizisten in Kentucky gefeuert

  • Ähnlich wie der Fall George Floyd hatte der Tod von Breonna Taylor, die in ihrer Wohnung von Polizisten erschossen wurde, die US-amerikanische Gesellschaft aufgewühlt.
  • Eine Jury entschied später, die beteiligten Beamten nicht anzuklagen.
  • Jetzt wurden zwei der Polizisten entlassen.
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Louisville. Im Fall Breonna Taylor sind zwei Ermittler im US-Staat Kentucky gefeuert worden. Die Polizei von Louisville veröffentlichte am Mittwoch ihre Entlassungsschreiben. Die Einsatzkräfte waren im März 2020 an einer Razzia beteiligt, die zum Tod der jungen schwarzen Frau führte. Der Fall Breonna Taylor hat internationale Schlagzeilen gemacht, ihr Gesicht hat neben dem von George Floyd die Bewegung Black Lives Matter geprägt.

Eine Grand Jury im US-Staat Kentucky hatte im vergangenen September wegen Taylors Tod keine Anklage gegen die beteiligten Polizisten erhoben. Das sorgte in der Stadt Louisville, aber auch anderswo in den ganzen USA für Entsetzen und trieb die Proteste gegen Polizeigewalt und Diskriminierung von Schwarzen wieder an.

Durch fünf Schüssen in ihrer Wohnung getötet

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Die 26-jährige Taylor wurde im März mit fünf Schüssen in ihrer Wohnung in Louisville getötet, nachdem die Polizei mit Durchsuchungsbefehl eingedrungen war und Taylors Partner Schüsse abgegeben hatte. Dieser sagte, er habe damals nicht gewusst, dass es sich um Polizisten handelte und angenommen, jemand breche in die Wohnung ein. Der Generalstaatsanwalt hielt die Schüsse der Polizisten für gerechtfertigt, weil Taylors Freund zuerst gefeuert habe.

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In dem Fall ist eine besondere Frage, ob die Polizisten sich vor der Stürmung der Wohnung ankündigten. Der Durchsuchungsbefehl war ein sogenannter „No-Knock“-Warrant wegen Drogenverdachts, bei dem Einsatzkräfte nicht klopfen müssen, bevor sie in ein Haus oder eine Wohnung gehen.

RND/AP

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