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  • Berlin: Anklage gegen zwei afghanische Brüder nach mutmaßlichem Mord erhoben

Ermordete Afghanin im Koffer: Anklage gegen Brüder

  • Zwei Brüder sollen ihre afghanische Schwester getötet haben.
  • Die Berliner Staatsanwaltschaft klagt die Männer fünf Monate nach der Tat an.
  • Die Brüder sollen die zerstückelte Leiche in einem Koffer transportiert haben.
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Berlin. Gut fünf Monate nach der Tötung einer zweifachen Mutter aus Afghanistan hat die Berliner Staatsanwaltschaft zwei Brüder der Frau wegen Mordes angeklagt. Die Behörde geht von niederen Beweggründen aus. Laut Anklage haben die Männer ihre 34 Jahre alte Schwester umgebracht, weil diese nicht nach ihren Wertvorstellungen gelebt hat, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montagabend sagte. Die Brüder sollen sich unter einem Vorwand mit der Schwester verabredet und sie dann getötet haben. Zuvor hatte der RBB berichtet.

Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt. Medien hatten Fotos aus Überwachungskameras veröffentlicht, auf denen die Brüder im Alter von damals 22 und 25 Jahren zu sehen sein sollten, während sie einen großen Rollkoffer zwischen vielen Menschen im belebten Bahnhof Berlin-Südkreuz hindurchzogen. In dem Koffer sollen die Männer laut Anklage die zerteilte Leiche ihrer Schwester nach Bayern transportiert und dort vergraben haben. Seit dem 4. August sitzen sie in Untersuchungshaft.

Opfer unter Druck gesetzt und kontrolliert

Die Frau und die Brüder kamen vor einigen Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Das Opfer hatte zwei Kinder im Alter von damals neun und 13 Jahren und war von einem afghanischen Mann geschieden. Nach früheren Angaben von Ermittlern wurde sie besonders von einem der Brüder, der auch in Berlin lebte, unter Druck gesetzt und kontrolliert.

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Die Kinder der Afghanin werden vom Berliner Opferanwalt Roland Weber vertreten. Das zuständige Jugendamt hat ihn beauftragt. Der Jurist ist zugleich Opferbeauftragter des Landes Berlin. Laut RBB leben der 13 Jahre alte Junge und seine zehnjährige Schwester in Berlin und gehen hier zur Schule.

RND/dpa

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